Dienstag27. Januar 2026

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Jecken und Narren toben in Esch

Jecken und Narren toben in Esch

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Am Sonntag waren in Esch/Alzette die Narren los. 55 Vereine und über tausend Teilnehmer feierten die 15. Kavalkade. Unsere Bildergalerie.

Trotz eisiger Kälte versammelten sich tausende Karnevalbegeisterte in den Straßen, denn niemand wollte sich diesen einen bunten Tag im Jahr entgehen lassen. Um 14.30 Uhr setzte sich am Sonntag traditionsgemäß der Umzug auf dem Victor-Hugo-Platz in Bewegung und mit ihm die Heiterkeit. 55 Gruppen zogen singend, tanzend und lachend durch die Einkaufsstraße von Esch/Alzette bis hin zum Rathausplatz, wo der Umzug dann schließlich endete.

Unter blauem Himmel und mit dem Klang unüberhörbarer Karnevalsmusik hinterließ der Umzug mit jedem Schritt seine unverkennbaren Spuren. Langsam, aber sicher legte sich eine Decke aus Farbe über die graue und sonst unscheinbare Straße und auch die Erwachsenen begriffen, dass es hier erlaubt war, wieder Kind zu sein und sich vom Alltagsstress zu befreien.
So stürzten sich sämtliche Besucher dieses Spektakels, ob Groß oder Klein, auf die Süßigkeiten, die von den Gruppen auch in diesem Jahr wieder großzügig und tonnenweise der Menschenmenge zugeworfen wurden, während das Konfetti umherwirbelte und sich behutsam auf die Köpfe legte.

Das Unmögliche möglich machen

Die Kinderaugen funkelten beim Anblick der Clowns, die in bunter Kleidung, mit roter Nase auf ihren Fahrrädern vorbeiradelten und dabei sogar manchen Müttern und Vätern den Ernst aus den Gesichtern vertrieben.

Staunende Blicke gab es für die enormen Wagen, welche beeindruckende Improvisationskünste und Ideenreichtum bewiesen. So fuhren und rollten unter anderem ein römisches Schloss, das Trojanische Pferd sowie auch die berühmte Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf über die Straßen an tausenden Besuchern vorbei. Eindrücke, die wohl kein Anwesender so schnell vergessen wird.

„Après-Cavalcade-Party“

Jeder wurde vom Karnevalsfieber gepackt. Egal ob tanzende Polizisten, jubelnde Indianer, süße Minions, blaue Schlümpfe oder Simpsons in Feierstimmung … Die 55 Gruppen, unter ihnen viele Musikgruppen, die ihr Können zeigten, sorgten bei den begeisterten Zuschauern nicht nur für heitere Stimmung, sondern entführten sie in eine wundersame Welt, in der alles möglich ist. Eine bunte Welt, wo alles Unnormale normal wird, wo alles Unmögliche möglich wird … das ist der Karneval in Esch.
Aber nach Ende des Umzugs sollte es noch lange nicht vorbei sein, denn auf dem Rathausplatz fand anschließend die „Après-Cavalcade-Party“ statt. Auch dieses Jahr wurden dort wieder die Sieger des Umzugs gekürt.

Den ersten Platz belegte die Gruppe des Fanfarenzugs Trier 1954, der zweite ging an die Teilnehmer der Batterie Fanfare „La Jeanne d’Arc“ und auf Platz drei konnte sich die „Bieleser Musek“ freuen. Nach der Sieger-Bekanntgabe sorgten DJ Anton & De Hofnarren für die standesgemäße musikalische Untermalung des Abends, wo die tanzende Menschenmasse weiter im Karnevalsfieber schwelgte.