Der für seinen Freimut und seine Verbalattacken gegen Junkfood bekannte französische Gastrokritiker Jean-Pierre Coffe ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren, wie AFP mitteilte.
Mehr als 30 Jahre war er in dem Medien omnipräsent. «Jean-Pierre Coffe war ein Genießer und hat dies mit seinen Freunden und den Franzosen geteilt», reagierte Präsident François Hollande auf die Nachricht. «Er hat unserer Küche das Prestige verliehen, das sie hat, und ihre Einfachheit», teilte er weiter mit.
Große Medienpräsenz
Jean-Pierre Coffe arbeitete in Sachen Gastronomie mit vielen Medien zusammen und war unter anderem Aushängeschild der Sendung «Grosses Têtes» auf RTL. Er war bis zuletzt jede Woche dort.
Medienberichten zufolge starb er bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag in seinem Haus in Lanneray, im Süden von Paris. die Todesursache ist nicht bekannt.
Ernährungsgewohnheiten ändern
Sein Markenzeichen war die runden, farbigen Brillen, die er stets trug. Coffe war überzeugt davon, dass man auch für wenig Geld gut essen könnten und wurde nicht müde, die Konsumenten dazu aufzurufen, ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
Der Kritiker, der es sich nie nehmen ließ, seine Rechnungen im Restaurant selbst zu bezahlen, «das ist der Preis der Freiheit» , ist zudem Verfasser von mehr als 60 Büchern. Küche und Garten waren seine Themen.
Im Mai 2015 ist seine Autobiographie «Une vie de Coffe» erschienen. Als Jugendlicher träumte er davon, Komiker zu werden. Daraus ist zwar nichts geworden, aber in den 70iger und 80iger Jahren war er in Filmen wie «Violette Nozière» von Claude Chabrol oder «La clé sur la porte» von Yves Boisset zu sehen.
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