Montag16. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Nach dem Terror: Gesellschaft gespalten

Nach dem Terror: Gesellschaft gespalten
(AFP/Patrik Stollarz)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die Attentate vom 22. März haben die belgische Gesellschaft, wie es scheint, offenbar schwer gespalten. Indes läuft die Fahndung weiter.

Auch heute hat die Polizei im Nordwesten Belgiens wieder eine Aktion durchgeführt. Es kam zu keinen Verhaftungen, wie AFP mitteilt. Die Attentate vom 22. März und ihre Folgen haben die belgische Gesellschaft gespalten. Das geht aus einer Umfrage der «Fondation Ceci n’est pas une crise» hervor, die die belgische Tageszeitung Le Soir in Auftrag gegeben hat.

In dieser Umfrage befürworten beispielsweise 50 Prozent der Belgier die Schließung der Grenzen für Flüchtlinge, um weitere Attentate zu verhindern. Vier von zehn Belgiern vermuten gar eine «Komplizenschaft» der muselmanischen Gemeinschaft Belgiens mit Terroristen. Ausserdem geben 3 von 10 Städtern an, öffentliche Plätze lieber zumeiden, schreibt Le Soir weiter.

Zwei gegensätzliche Pole

«Aussagen wie diese zeigen eine zutiefst gespaltene Gesellschaft», sagt Benoît Scheuer, der verantwortliche Soziologe der Umfrage bei «ceci c`est pas une crise». «Es gibt zwei gegensätzliche Pole: Ein Teil propagiert eine offene, kosmopolische Gesellschaft. Der andere Teil unterstützt eine geschlossene Gesellschaft, mit mehr Mauern, mehr Kontrolle, mehr Autorität».

«Ceci n’est pas une crise» ist eine politisch unabhängige Stiftung mit Sitz in Brüssel, die sich dem Kampf gegen populistische Strömungen in der Gesellschaft widmet.