Mehrere französische Medien kündigten an, die Reise aus Protest nicht zu begleiten, nachdem Algerien unter anderem einem Journalisten der Zeitung «Le Monde» kein Visum erteilt hatte.
Valls drückte «tiefes Bedauern» aus. «Ich werde für unsere Zusammenarbeit in Algier sein, aber ich werde in Freundschaft und Offenheit auf diesen Punkt zurückkommen», kündigte er am Samstag über Twitter an.
«Libération» und «Figaro» fliegen nicht mit
«Le Monde» hatte am Freitag mitgeteilt, die Verweigerung hänge mit ihrer Berichterstattung über die «Panama Papers» zusammen und eine «Beeinträchtigung der Pressefreiheit» kritisiert. Unter anderem wollten deshalb die linksliberale Zeitung «Libération» und der konservative «Figaro» am Samstag nicht mit nach Algerien fliegen.
Die «Le Monde» hatte in ihrer auf den 5. April datierten Ausgabe im Zusammenhang mit den Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama auch ein Foto des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika auf ihre Titelseite gedruckt.
«Feindliche Presse-Kampagne»
Allerdings weist sie inzwischen auf ihrer Webseite explizit darauf hin, dass der Name des Staatschefs in den «Panama Papers» nicht auftauche. Algeriens Außenminister Ramtane Lamamra hatte am Mittwoch bei Frankreichs Botschafter gegen eine «feindliche Presse-Kampagne» protestiert.
Der französische Premierminister ist am Montag zu einem Arbeitsbesuch in Luxembourg.
Zu Demaart
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