Samstag31. Januar 2026

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Liebestoller Storch nervt

Liebestoller Storch nervt
(Ralf Seidel)

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Er macht mit Schnabelattacken auf Autos und Fensterscheiben in einem Dorf im deutschen Norden von sich reden.

«Wenn morgens um halb sechs der Storch immer wieder ans Schlafzimmerfenster klopft, ist das nicht so nett», sagte Ortsvorsteherin von Glambeck Hilde Peltzer-Blase am Samstag. Auch dunkle Autodächer werden Ziel des Tieres, das dicke Kratzer im Lack hinterlässt. Anwohner ließen deshalb keine Fahrzeuge mehr auf der Straße stehen.

Der Grund für die Schnabelattacken: männliche Rivalität. Seit seiner Ankunft Anfang Mai attackiert der sechsjährige Storch das im Dorf brütende Storchenpärchen – und alle anderen vermeintlichen Rivalen, die er in spiegelnden Flächen zu sehen glaubt. «Er ist offensichtlich sehr hormongesteuert», sagte die Storchenexpertin Nadine Bauer vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Normalerweise geben Störche nach einem verlorenen Kampf um das Nest auf und ziehen weiter. «Aber es gibt auch bei Störchen solche und solche Charaktere», sagt Bauer.

Die Frechheit könnte Erfolg haben: Am Freitag kehrte der angestammte Storch nicht mehr zum Weibchen zurück, stattdessen kam der Nebenbuhler zu Besuch. «Wir hoffen sehr, dass sich die Lage beruhigt, wenn er jetzt seine Vaterrolle ernst nimmt», sagte Peltzer-Blase.