Die Trauerfeier für Boxlegende Muhammad Ali ist für Freitag in seiner Heimatstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky angesetzt. Der Ausnahmeboxer war am Freitagabend an einer Blutvergiftung gestorben. Die Komplikationen seien auf die jahrzehntelange Parkinson-Erkrankung Alis zurückzuführen gewesen, teilte ein Sprecher von Alis Familie mit. Das Parkinson-Syndrom war 1984 bei Ali diagnostiziert worden.
Zitate von Muhammad Ali
«Ich würde gern in Erinnerung behalten werden als ein Mann, der den Schwergewichtstitel drei Mal gewann, der humorvoll war und jeden gerecht behandelte. Als ein Mann, der niemals auf die herabschaute, die zu ihm aufsahen, und der so vielen Menschen half, wie er konnte. Als ein Mann, der für seine Überzeugungen einstand, egal, was war. Als ein Mann, der versuchte, die Menschheit im Glauben und in Liebe zu vereinen. Und wenn das alles zuviel ist, dann wäre ich damit zufrieden, wenn man mich nur als einen großartigen Boxer in Erinnerung behielte, der ein Anführer und Champion seines Volkes wurde. Und wenn die Leute dabei vergessen würden, wie schön ich war, dann wäre mir das sogar egal.»
Bei der öffentlichen Zeremonie soll auch der frühere US-Präsident Bill Clinton eine Trauerrede halten, sagte Bob Gunnell, Familiensprecher der Alis, am Samstag.Vor der Feier soll es am Freitagmorgen einen Trauerzug durch die Stadt geben. «Eine große Prozession wird Ali durch die Straßen Louisvilles führen, damit jeder aus der ganzen Welt, der dabei sein möchte, sich von ihm verabschieden kann», sagte Gunnell weiter. Unter anderem führe die Strecke auch über den Muhammed Ali Boulevard und vorbei an anderen Stellen der Stadt, die für Alis Karriere wichtig gewesen seien.
Billy Crystal und Sportjournalist Bryant Gumbel
Um 14 Uhr (Ortszeit) beginne dann die von Geistlichen verschiedener Religionen geleitete Zeremonie im Yum Center, einer rund 20.000 Menschen fassenden Veranstaltungsarena im Stadtzentrum. Geistliche verschiedener Religion sollen daran teilnehmen, geführt von einem muslimischem Imam.
Dabei sollen auch zwei langjährige Wegbegleiter sprechen: Komiker Billy Crystal und Sportjournalist Bryant Gumbel werden Reden halten. Die Veranstaltung werde live im Internet übertragen, hieß es weiter. Die Pläne für diese Zeremonie habe Ali bereits vor vielen Jahren selbst formuliert, sagte Gunnell.
Trauernde können in Lousville die gesamte Woche über ihr Beileid im Muhammad Ali Center bekunden, einem von Ali gegründeten multikulturellem Zentrum und Museum über sein Leben. Statt Geschenken oder Blumen wünsche die Familie sich Spenden für dieses Center, damit es die humanitäre Arbeit Alis fortsetzen könne, hieß es weiter.
Zu Demaart
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