Spekulatius ist ein fremdartiger Name für ein traditionelles Gebäck und selbst Sprachexperten haben sich dazu ihre Gedanken gemacht. Die Wissenschaftler fanden dabei verschiedene Möglichkeiten, den Namen dieses Gebäcks zu erklären. Eine Erklärung, die sogar favorisiert wird, sieht den Ursprung des Namens tatsächlich in Verbindung mit dem Heiligen Nikolaus. Die Sprachforscher erläutern dies wie folgt: Der Name des Gebäcks könnte sich von dem Wort „speculator“ ableiten, und das bedeutet so viel wie „der Umherschauende“ oder „der Behüter“. Ein Attribut, das früher vor allem als Beiname des Heiligen Nikolaus benutzt wurde. So jedenfalls erklärt es das Deutsche Wörterbuch, das nach seinem Herausgeber, dem Sprachforscher Gerhard Wahrig, einfach „der Wahrig“ genannt wird.
Ein anderer Ansatz auf die Namensgebung des vorweihnachtlichen Gebäcks bezieht sich auf seine Herstellung. Auch hier beziehen sich die Wissenschaftler auf die lateinischen Wurzeln des Wortes „Spekulatius“. „Speculum“ bezeichnet den Spiegel. Und wie ein Spiegelbild schaut man auf die Abbildungen der würzigen Kekse, die Tiere oder bäuerliche Gegenstände darstellen. Denn bei der Produktion wird der Keksteig in Holzformen, sogenannten Modeln, gepresst. Deren unterschiedliche Motive stellen sich nach dem Herauslösen aus der Form wie ein Spiegelbild des Musters dar.
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