Der Außeneinsatz der Astronauten Barry Wilmore und Terry Virts begann am Mittwoch um 12.51 Uhr MEZ, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Ziel des für sechseinhalb Stunden angesetzten Einsatzes war den Angaben zufolge, Kabel zu verlegen und den Roboterarm der ISS zu ölen.
Der erste Ausflug von Wilmore und Virts hatte Samstag stattgefunden, der dritte Weltraumspaziergang soll am Sonntag folgen. In den kommenden Monaten sind weitere Einsätze vorgesehen, um das Andocken neuer Raumschiffe der US-Unternehmen SpaceX und Boeing zu ermöglichen. Diese sollen ab dem Jahr 2017 Astronauten zur ISS transportieren. Derzeit sind die USA auf russische «Sojus»-Kapseln angewiesen, um ihre Astronauten zur ISS zu befördern.
Russland strebt ins All
Die Raumstation, die in etwa 350 Kilometern Entfernung um die Erde kreist, soll noch bis zum Jahr 2024 in Betrieb sein. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos teilte mit, anschließend mit ihren ISS-Modulen einen eigenen Außenposten im All aufbauen zu wollen. Roskosmos will die ISS den Angaben zufolge nun doch bis 2024 gemeinsam mit der Nasa nutzen, nachdem die Behörde zuvor mit einem Ausstieg aus dem Projekt im Jahr 2020 gedroht hatte.
Der Bau der ISS hatte im Jahr 1998 begonnen, seit Ende 2000 forschen Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit im Weltall. Die Station wird von einer wechselnden internationalen Besatzung betreut. Außer den USA und Russland sind elf europäische Länder sowie Kanada, Japan und Brasilien an dem Projekt beteiligt.
Zu Demaart
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