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One-Night-Stands lösen Depressionen aus

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Junge Menschen, die oft Gelegenheitssex haben, sind häufiger depressiv und tendieren eher zu Suizid-Gedanken: Dies belegt eine neue Studie aus den USA.

«Verschiedene Studien haben einen Zusammenhang zwischen angeschlagener geistiger Gesundheit und Gelegenheitssex festgestellt, aber die Art der Verbindung blieb unklar», so Studienleiterin Dr. Sara Sandberg-Thoma von der Universität Ohio gegenüber dem «Telegraph». «Es blieb die Frage, welches der Grund und welches die Auswirkung ist.» Ihre Erhebung liefere nun Beweise dafür, dass eine angeknackte Psyche zu Gelegenheitssex führen könne – dieser aber seinerseits auch zu einer weiteren Verschlechterung des Geisteszustandes beitrage: Er könne Depressionen und sogar Selbstmordgedanken auslösen.

Für ihre Arbeit, die im «Journal of Sex Research» erschien, interviewten die Forscher in insgesamt 132 amerikanischen Schulen rund 10.000 junge Menschen je zweimal: Im Alter zwischen 12 und 17 sowie nochmals als 18- bis 26-Jährige. Sie wurden zu ihrem Sexualverhalten sowie zu ihrem Gemütszustand befragt. Dabei stellte sich heraus, dass 33 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen Gelegenheitssex hatten, also Geschlechtsverkehr ohne eine Beziehung.

Erhöhtes Suizid-Risiko

Die Forscher ermittelten, dass jede unverbindliche Sex-Begegnung die Chancen, Selbstmordgedanken zu entwickeln, um 18 Prozent erhöhte. «Das Ziel sollte nun sein, Heranwachsende mit Gemütsproblemen zu identifizieren und frühzeitig zu intervenieren, bevor sie Gelegenheitssex haben», so Sandberg-Thoma. Und ihre Kollegin Claira Kamp Dush fügt an: «Im jungen Erwachsenenalter beginnen die Menschen zu lernen, wie man längere und befriedigendere Beziehungen aufbaut.»