Seit Jahrzehnten wird erforscht, wie sich Tiere am Magnetfeld orientieren – nun sind Münchner Forscher dabei einen wichtigen Schritt weitergekommen. Bei Regenbogenforellen isolierten sie die für den Magnetsinn zuständigen Zellen und berichten darüber in der Fachzeitschrift «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Die Zellen seien in der Riechschleimhaut gefunden worden, berichtet der Leiter der Studie, Prof. Michael Winklhofer von der Ludwig Maximilians Universität in München.
Sie enthielten das magnetische Eisenoxid Magnetit, das im Körper der Tiere durch noch unbekannte Mechanismen mineralisiert werde. Nur eine von 10 000 Zellen sei magnetisch. «Das ist der Grund, warum man lange keine großen Fortschritte gemacht hat bei der Suche: Weil es furchtbar wenige Zellen sind.» Erst ein neues Verfahren habe es erlaubt, die einzelnen Zellen zu isolieren.
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