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Käfer bekommt einen Namen

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Der britische Naturforscher Charles Darwin entdeckte ihn in Südamerika - und doch blieb ein Käfer über 180 Jahre ziemlich unbeachtet. Jetzt bekam das Insekt endlich einen Namen.

Kleines Tier, großer Name: Ein vor über 180 Jahren von Charles Darwin gefundener Käfer hat einen Namen bekommen. Darwinilus sedarisi heißt das Insekt – eine Hommage sowohl an den berühmten Evolutionsforscher als auch an den US-Autor David Sedaris.

Logo" class="infobox_img" />Das vor fast 200 Jahren entdeckte Insekt erhält endlich einen Namen. (dpa)

Beschrieben hat den Käfer der amerikanische Wissenschaftler Stylianos Chatzimanolis von der Universität Tennessee in Chattanooga. Er veröffentlichte dazu einen Aufsatz im Fachjournal «ZooKeys» am Mittwoch, dem 205. Geburtstag Darwins.

1832 wurde das Insekt entdeckt

Darwin (1809-1882) hatte demnach auf einer Expedition 1832 in der ost-argentinischen Hafenstadt Bahia Blanca angelegt und war dann über Land nach Buenos Aires weitergereist. Dabei sammelte er Säugetier-Fossilien und einige lebende Organismen ein, darunter auch Insekten. Der gefundene Käfer gehört zur Familie der Kurzflügler.

Das Darwin-Exemplar galt beim Londoner Museum für Naturgeschichte lange als verschollen, bis Chatzimanolis es 2008 in einer Leihgabe des Museums ausfindig machte. «Eine neue Art zu entdecken ist immer aufregend, eine Art zu entdecken, die Darwin gesammelt hat, ist wirklich fantastisch.»

Trotz umfangreicher Recherchen wurde bislang nur im Berliner Naturkundemuseum ein weiteres altes Exemplar gefunden, wie der Forscher in seinem Blog schreibt. «Wir hoffen, dass eine gerade neu beschriebene Spezies nicht schon bereits ausgestorben ist.»