Bis zu 600 Millionen Menschen – also etwa jeder Zehnte – erkrankt demnach durch den Verzehr von Nahrung, die mit Giften, Chemikalien, Bakterien oder Parasiten belastet ist. Etwa ein Drittel aller Todesfälle durch Lebensmittelinfektionen betreffe Kinder unter fünf Jahren, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht.
WHO-Generaldirektorin Margaret Chan rief die Staaten zu stärkeren Anstrengungen für die Nahrungsmittelsicherheit auf. Am häufigsten würden Menschen in Afrika und in Südostasien unter Lebensmittelinfektionen und -vergiftungen leiden.
In Deutschland werden nach Angaben des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) jedes Jahr rund 200.000 Erkrankungsfälle gemeldet, die wahrscheinlich durch Lebensmittel übertragen wurden. Salmonellen gehören demnach zu den wichtigsten Erregern.
Symptome für Lebensmittelinfektionen sind Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe sowie Fieber. Bei Vergiftungen, die auch durch Pilze oder bestimmte Fischarten ausgelöst werden können, sind diese Symptome besonders stark und es kommen oft noch Halluzinationen hinzu.
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