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«Es ist nichts mehr, wie es war»

«Es ist nichts mehr, wie es war»
(Tageblatt-Archiv/Pierre Matgé)

Nobelpreisträger und "Académie Française"-Mitglied Jules Hoffmann ist einer der Pioniere der sogenannten angeborenen Immunabwehr. Das Tageblatt hatte sich vor der Nobelpreisverleihung am 10 Dezember mit dem Immunologen unterhalten.

Tageblatt: Herr Hoffmann, wie und wo haben Sie davon erfahren, dass Sie zu den diesjährigen Medizin-Nobelpreisträgern gehören?
Jules Hoffmann:
„Ich habe in diesem Jahr den Shaw-Preis erhalten, der als Nobelpreis Asiens gilt.
Die Preisverleihung des Shaw-Preises fand Ende September in Hongkong statt. Im Anschluss daran bin ich gemeinsam mit meiner Frau nach Schanghai gereist, wo ich eine Reihe von Konferenzen geben sollte.
Den Tag, als die Nachricht kam, haben meine Frau und ich im Museum verbracht, danach waren wir essen, um uns dann ein grandioses Feuerwerk zum chinesischen Nationalfeiertag anzusehen. Ich hatte kein Handy bei mir, ich habe also keinen Anruf erwartet. Plötzlich erhielt unser chinesischer Begleiter einen Anruf vom Hotel mit der Nachricht. Im Hotel warteten dann auch schon Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters, die allerdings noch keine Details kannten und mir noch nicht sagen konnten, wer mit mir gemeinsam den Nobelpreis erhalten sollte.“

Sie sagen, Sie hätten die Nachricht nicht erwartet, also waren Sie überrascht?

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