Gruselgestalten laufen durch die Straßen und überall stehen leuchtende Kürbisse. Es ist wieder Halloween. Doch woher kommt das Fest eigentlich ? Während die Kinder an den Türen läuten und Süßigkeiten fordern, streiten die Wissenschaftler über die Herkunft des Brauches. Eines vorweg. Es kommt sicherlich nicht aus den USA. Die genauen Wurzeln des Festes sind eigentlich bis heute unbekannt.
Einerseits könnte Halloween von den Kelten stammen. Im November begann für sie der Winter. Mit großen Feuern wurde das Ende des Sommers gefeiert. Um die bösen Geister des Winters zu vertreiben, verkleideten sich die Menschen und verbrannten Tierknochen. Eine zweite Theorie besagt allerdings, und Wissenschaftler halten diese mittlerweile für wahrscheinlicher, dass es sich eigentlich um ein christliches Fest handelt. Am Abend vor Allerheiligen wurde an die «armen Seelen» im Fegefeuer gedacht und es wurde für sie gebeten.
Halloween als Exportschlager
Eines steht fest. Halloween wurde in Irland gefeiert, bevor es in den USA landete. Es handelte sich dort um ein katholisches Fest, genannt «All Hallows’ Eve», also übersetzt, der Abend vor Allerheiligen. Die Iren gedachten den Toten und verschreckten die bösen Geister mit Fratzen und beleuchteten Rüben (damals waren es Rüben, keine Kürbisse).
Im 19. Jahrhundert begaben sich viele Iren in die Vereinigten Staaten. Dort feierten sie ihr Fest weiter und «All Hallows‘ Eve», später Halloween, wurde von den anderen Bevölkerungsgruppen übernommen und wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem wichtigen Volksfest.
Zurück zu den Wurzeln
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren im westlichen Europa alle Augen auf die USA gerichtet. Das eigentlich europäische Fest übernahm den kommerziellen Aspekt aus den Vereinigten Staaten und hatte nach und nach immer weniger mit Religion und Allerheiligen zu tun.
Halloween bleibt also ein umstrittenes Fest. Die Historiker werden sich wohl noch eine Zeit lang ihre Köpfe zerbrechen müssen, bevor das Gruselfest seine wahren Wurzeln kennt.
Zu Demaart
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