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Ein teures Missverständnis

Ein teures Missverständnis

Das Space Shuttle sollte die Raumfahrt revolutionieren: Billig, wieder verwendbar, wöchentliche Starts. Die Realität sah ganz anders aus, das Ende ist logisch.

Der Traum von einem Raumschiff, das wie ein Flugzeug starten und landen und beliebig oft eingesetzt werden kann, ist mindestens so alt wie die Raumfahrt selbst. Nachdem die USA 1969 den Wettlauf mit der Sowjetunion zum Mond gewonnen hatten, setzte die Raumfahrtbehörde NASA voll auf das Projekt Space Shuttle. Mit ihm sollten Flüge ins All deutlich billiger und dadurch kommerzialisierbar werden.

Präsident Richard Nixon zögerte anfangs, denn die USA waren mit dem Vietnamkrieg und innenpolitischen Problemen genug beschäftigt. Doch im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 1972 kam ihm die Schaffung von Arbeitsplätzen in den großen Bundesstaaten Kalifornien und Texas gelegen. Deshalb gab Nixon grünes Licht für das Programm – auch weil das Militär Interesse daran bekundete, mit dem Shuttle Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn zu transportieren.

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