„Luxemburg mag ein kleines Land sein, der Markt ist – aufgrund der lokalen Bedingungen und der Großregion – aber ziemlich groß“, meinte der Country Manager der Turkish Airlines in Luxemburg, Tuncay Eminoglu.
Dass Luxemburg wieder eine EU-Außengrenze besitzt, ist das Verdienst der Turkish Airlines.
55.000 Tickets
Im ersten Jahr konnte das Unternehmen 55.000 Tickets für die Route Luxemburg-Istanbul und die entgegengesetzte Richtung verkaufen. „Wir rechnen damit, dass wir im zweiten Jahr so zwischen 75.000 und 80.000 liegen werden.“
Auf Findel kümmern sich sieben Angestellte des zivilen Luftfahrt-Unternehmens mit dem größten Streckennetz der Welt um die Wünsche der Kunden.
124 Passagiere
Für die tägliche Verbindung werden zurzeit Boeing-Maschinen des Typs 737-700 von der Turkish Airlines benutzt. Diese haben eine Kapazität von 124 Passagieren. Ab der nächsten Sommersaison, dem kommenden 1. April, sollen laut Aussagen des Unternehmens Maschinen des Typs 737-800 mit einer größeren Kapazität (159 Sitze) zum Einsatz kommen. Dann wird die jährliche Passagierzahl theoretisch auf 100.000 (Hin- und Rückflug) steigen können.
Doch wo kommen die Kunden her, welche die Verbindung zwischen Bosporus und Petruss benutzen? „Wir können uns lediglich an diese Zahlen herantasten“, sagte Tuncay Eminoglu. „Wir wissen, dass 15 Prozent der Tickets in Luxemburg verkauft werden, 55 Prozent hingegen im benachbarten Ausland. Der Rest sind Tickets-Bestellungen aus der Türkei.“
Touristen aus der Türkei
Der Erfolg kam nicht unbedingt überraschend für die Turkish Airlines. Angesichts größerer türkischer Gemeinschaften u.a. aus der Metzer Umgebung und aus dem Saarland, war von einer Art „Stammkundschaft“ auszugehen.
Da scheint es zumindest für die Luxemburger Zielgruppe noch so manche Luft nach oben zu geben, besonders im Tourismusbereich.
Im Umkehrschluss landen laut Angaben des Unternehmens bereits wöchentlich 90 Touristen aus der Türkei in Luxemburg.
„Wir haben soeben neue Verträge mit zwei türkischen Tour-Unternehmern geschlossen, die Rundreisen im erweiterten Benelux-Raum anbieten.“ Die türkischen Touristen sollen dann in Luxemburg landen, einen Tag hier verbringen, dann nacheinander die Städte Brüssel, Amsterdam und Köln besuchen, ehe sie wieder auf dem Findel in einen Flieger in Richtung Heimat steigen.
Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen deshalb damit, rund 8.000 Touristen aus der Türkei nach Luxemburg zu bringen, im nächsten Jahr sollen es dann 10.000 sein.
Den Skeptikern, die nicht an den Erfolg der Flugstrecke geglaubt haben, hält Tuncay Eminoglu entgegen: „Wir haben noch nie eine Route aus kommerziellen Gründen schließen müssen. Wir sind hier für die ‚Ewigkeit‘.“
Zu Demaart
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