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Windturbinen-Sparte von Alstom im Visier

Windturbinen-Sparte von Alstom im Visier

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Der französische AKW-Bauer Areva hat Interesse an der Windturbinen-Sparte des umworbenen Industriekonzerns Alstom.

Das Management des AKW-Bauers Areva sei bereit, einen Kauf zu prüfen, sollte sich die Gelegenheit ergeben, sagte Areva-Chef Luc Oursel am Dienstag bei einer Anhörung zur Atomenergie im Parlament. Sein Unternehmen sei aber nicht direkt in die Gespräche zum Verkauf des Alstom-Energiegeschäfts eingespannt, an dem auch Siemens interessiert ist.

Der US-Rivale General Electric (GE) bietet rund 12,4 Milliarden Euro dafür. Die Offerte stößt auf Widerstand der Regierung in Paris, die dadurch Arbeitsplätze in Gefahr sieht. GE hatte allerdings die Bereitschaft erklärt, die Alstom-Windturbinensparte an französische Investoren abzutreten.

An den Offshore-Anlagen interessiert

Areva dürfte vor allem am Offshore-Windkraft-Geschäft interessiert sein, in dem auch Siemens mitmischt. Oursel wies vor den Abgeordneten aber auch auf die Bedeutung der Alstom-Turbinen für den AKW-Bau hin. Sie würden in fünf der sechs Reaktoren genutzt, die Areva derzeit baue oder bereits plane. «Es ist äußerst wichtig, dass wir die Arbeit mit diesen Turbinen fortsetzen können», sagte Oursel.

Siemens hat noch kein Gebot vorgelegt. Dies könnte aber in Kürze geschehen, sagten jüngst mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gespräch ist, dass die Münchner im Tausch für das Alstom-Energiegeschäft ihre Zugsparte abgeben.