Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden in Großbritannien knapp 20 Prozent weniger Neuwagen der Marke VW zugelassen, wie der Verband der britischen Autobauer und -händler am Freitag mitteilte. Damit konnte Volkswagen nicht von dem positiven Trend auf dem britischen Automarkt profitieren, der im November um 3,8 Prozent zulegte.
Auch die anderen Marken des VW-Konzerns bekamen die Folgen des Skandals zu spüren: Bei Audi gingen die Neuzulassungen um 4,4 Prozent zurück, bei Seat um knapp 24 Prozent und bei Skoda um elf Prozent. Nur bei der Konzerntochter Porsche hielt sich der Absatzrückgang mit weniger als einem Prozent in Grenzen; hier sind allerdings die Verkaufszahlen ohnehin niedrig.
Vertrauen verloren
«Sie haben das Vertrauen der Käufer verloren und das zeigt sich langsam», erklärte der Verlagsleiter der Automagazine «Autocar» und «What Car?», Jim Holder. Dem Volkswagen-Konzern stünden «mehrere schwierige Monate» bevor. Auch in den USA brach der Absatz von Volkswagen bereits ein. Dort schrumpften die Verkaufszahlen im November um knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Volkswagen hatte im September eingeräumt, weltweit bei bis zu elf Millionen Diesel-Fahrzeugen eine Manipulations-Software eingesetzt zu haben, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß führte als auf der Straße. Alle betroffenen Wagen müssen umgerüstet werden, außerdem drohen VW in den USA Schadenersatzzahlungen und eine empfindliche Strafe. Dadurch kommen auf den Konzern Milliardenkosten zu.
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