Die obersten Wettbewerbshüter Europas hatten die Folgen der Elefantenhochzeit auf die Chemiebranche unter die Lupe genommen. Am Freitag zeigten sie sich in Brüssel dann bedenkenlos: «Tatsächlich werden eine Reihe ernstzunehmender, starker Wettbewerber weiterhin Wettbewerbsdruck auf das fusionierte Unternehmen auf allen betroffenen Märkten ausüben.»
" class="infobox_img" />Solvay hatte bereits im April eine Milliardenofferte für Rhodia vorgelegt, um einen neuen Weltmarktführer im Kunststoffgeschäft zu schmieden.
Solvay hatte im April eine Milliardenofferte für Rhodia vorgelegt, um einen neuen Weltmarktführer im Kunststoffgeschäft zu schmieden. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Brüssel hatte für die ehemalige Chemiesparte von Rhône-Poulenc nach eigenen Angaben 31,60 Euro pro Aktie angeboten, was einem Gesamtwert von 3,4 Milliarden Euro entspreche.
Kosten senken
Mit dem Schritt will Solvay Kosten senken und sich neue Märkte in Schwellenländern erschließen, in denen Rhodia – wie in Lateinamerika und Asien – bereits etabliert ist. Zudem ergänze sich das Geschäft der beiden Firmen gut. Rhodia ist spezialisiert auf Produkte aus Rohstoffen wie Silizium und Seltene Erden sowie Polyamid. Solvay konzentriert sich dagegen auf Polymere, Soda und Wasserstoffperoxid.
Solvay kam im vergangenen Jahr mit 16.800 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro. Der französische Konkurrent Rhodia beschäftigt 14.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro Umsatz.
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