Dienstag20. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Milliardenspritze und Bad Bank für BES

Milliardenspritze und Bad Bank für BES

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die BES (Banco Espírito Santo) bekommt eine Finanzspritze von 4,9 Milliarden Euro und wird von faulen Geschäften gereinigt. Die Rettungsaktion werde weder den Staat noch die Einlagenbesitzer in Mitleidenschaft ziehen, versicherte die portugiesische Zentralbank.

Die krisenerschütterte portugiesische Großbank BES (Banco Espírito Santo) bekommt eine Finanzspritze von 4,9 Milliarden Euro und wird von faulen Geschäften gereinigt. Die Rettungsaktion werde weder den Staat noch die Einlagenbesitzer in Mitleidenschaft ziehen, versicherte der Präsident der portugiesischen Zentralbank, Carlos Costa, in der Nacht zum Montag in Lissabon bei der Bekanntgabe des Rettungsplans für die wichtigste Privatbank des Landes. Am Montag wurde der Handel mit Aktien der Bank ausgesetzt, auch in Luxemburg.

Die BES hatte am Mittwoch für das erste Halbjahr einen Rekordverlust von 3,57 Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Notenbank sprach von «Hinweisen» auf illegale Geschäfte. Allein vergangene Woche war der Kurs der Bank von 0,45 auf 0,12 Eurocent pro Aktie eingebrochen.

Keine Kosten

«Das Abwicklungsprogramm sieht im Gegensatz zu früheren Lösungen überhaupt keine Kosten für den Staat oder für den Steuerzahler vor», versicherte Costa. Die Bank BPN war 2008 wegen vieler Skandale und hoher Verluste verstaatlicht worden. Es stehe zudem außer Frage, so Costa, «dass die Kunden und Einlagenbesitzer Verluste erleiden».

Das Geld für die Finanzspritze soll von einem von Banken finanzierten Abwicklungsfonds bereitgestellt werden. Die faulen Kredite und Geschäfte der BES sollen den Angaben zufolge in eine Bad Bank ausgelagert werden. Die «neue BES» werde unterdessen «ihre Geschäfte im In- und Ausland normal weiterführen», so Costa.