Der letzte Neuwagen werde das Werk kommenden Freitag verlassen, teilte PSA Peugeot Citroën am Donnerstag mit. Bis zur endgültigen Schließung des Werks im kommenden Jahr würden dort nur noch Einzelteile gefertigt. Aulnay ist die erste Autofabrik seit 20 Jahren, die in Frankreich geschlossen wird.
PSA Peugeot Citroën hatte im Juli 2012 bekanntgegeben, das traditionsreiche Werk mit zu diesem Zeitpunkt 3000 unbefristet angestellten Arbeitern zu schließen. Der kriselnde Autobauer hat einen harten Sparplan aufgelegt und will bis Mai 2014 insgesamt 11.200 Stellen streichen. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres legte ein Streik das Werk lahm. Nach Angaben von PSA haben inzwischen 2000 Arbeiter die Fabrik verlassen – sie wurden in ein anderes PSA-Werk versetzt, fanden einen neuen Arbeitgeber oder gingen in den vorzeitigen Ruhestand.
Für die verbleibenden 1000 Arbeiter sollen vergleichbare Lösungen gefunden werden. Sollte es keine einvernehmliche Lösung geben, könnten ab dem 1. April die ersten Kündigungen verschickt werden.
PSA Peugeot Citroën leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der Konzern nach wie vor den Großteil seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften.
Zu Demaart
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