Dienstag13. Januar 2026

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Kurssturz bei französischer Société Générale

Kurssturz bei französischer Société Générale
(dpa)

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Erneut schwerer Kursrutsch für die französische Großbank Société Générale : Der Titel gab am Donnerstag in Paris zeitweise um mehr als 13 Prozent nach und schloss am Abend mit einem Minus von 12,34 Prozent bei 21,60 Euro.

Der Aktienkurs der Bank war vor wenigen Tagen schon einmal – gemeinsam mit anderen französischen Finanzhäusern – drastisch eingebrochen, dann hatte sich das Papier wieder etwas erholt.

Als Hintergrund des damaligen Kurssturzes hatten Analysten unter anderem später dementierte Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit genannt; auch das starke Engagement der Société Générale in Griechenland galt als Grund. Die Kurse der anderen französischen Großbanken wie Crédit Agricole (minus 7,29 Prozent) und BNP Paribas (minus 6,76) gaben am Donnerstag zwar auch nach, sie hielten sich aber deutlich besser als die Société Générale. Insgesamt gab die Börse in Paris mehr als fünf Prozent nach: Der Leitindex Cac 40 verlor 5,48 Prozent auf 3076,04 Punkte.

Verbot von Leerverkäufen

Die nationale Börsenaufsicht hatte in der vergangenen Woche als Schutzmaßnahme die Leerverkäufe für elf am französischen Markt notierte Banken und Versicherungen für 15 Tage verboten. Die kursschädigenden Gerüchte um die Société Générale würden zudem ein behördliches Nachspiel haben, hatte die Börsenaufsichtsbehörde AMF vergangene Woche betont. Bei Leerverkäufen (short-selling) setzen Spekulanten auf schwächelnde Kurse einer Aktie, die sie gegen eine Gebühr nur leihen und dann weiterverkaufen. Geht ihre Wette auf, können sie später die Papiere günstiger erwerben und dem Verleiher zurückgeben. Ihr Gewinn ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und Rückkaufpreis.

Die Société Générale hatte die Gerüchte vergangene Woche als haltlos zurückgewiesen. Der jüngst publizierte Gewinn von 1,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr sei solide und absorbiere alle Belastungen durch den Rettungsplan für Griechenland. Die Geschäfte im Monat Juli sowie den ersten Augusttagen bestätigten die soliden Resultate.