Die US-Großbank JPMorgan hat offenbar einen weiteren Schritt zur Aufarbeitung ihrer Altlasten aus der US-Immobilienkrise getan. Das Institut habe der Zahlung von insgesamt vier Milliarden US-Dollar (rund drei Milliarden Euro) an Privatpersonen zugestimmt, berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Dies sei Teil einer weitaus größeren Übereinkunft mit dem US-Justizministerium, welche die Zahlung von insgesamt 13 Milliarden Dollar vorsehe.
Die neue Milliardenzahlung JPMorgans soll dem Bericht zufolge dazu dienen, die Schuldenlast privater Immobilienkreditnehmer zu verringern. Daneben solle das Geld auch dazu genutzt werden, für die Folgen von Beschädigungen und Vandalismus in ärmeren Wohngebieten aufzukommen, welche die Immobilienpreise dort drückten.
13 Milliarden Dollar
Mit der Übereinkunft soll laut «Wall Street Journal» der Weg für die umfassende Einigung der Bank mit der US-Justiz über 13 Milliarden Dollar frei gemacht werden. Bei dem Paket handelt es sich um die größte Zahlungsauflage, die ein US-Unternehmen jemals erhalten hat.
Einem Bericht der «Financial Times» zufolge ist JPMorgan auch bereit, Verantwortung für die Folgen von Finanzgeschäften seiner Immobilientochter Washington Mutual mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der US-Immobilienkrise zu übernehmen. Dieser Punkt hatte laut Bericht in den Verhandlungen der vergangenen Wochen für Verzögerungen gesorgt.
Anfang Oktober hatte JPMorgan einen ersten Schritt gemacht, um die Probleme des Konzerns in Folge der US-Immobilienkrise zu lösen. Der Finanzkonzern stimmte der Zahlung von 5,1 Milliarden Dollar an die halbstaatlichen Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae zu.
Zu Demaart
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