Die Pläne hatten schon lange bestanden. Wirtschaftliche und politische Überlegungen hatten den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks in Vianden jedoch verhindert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Entscheidung über den Bau der Anlage.
Im August 1959 begannen die Arbeiten und bereits im Winter 1962/63 konnten die ersten Maschinen in Betrieb genommen werden. Weitere Maschinen kamen ein Jahr später hinzu. Mit der offiziellen Einweihung wartete man bis 1964 – bis zur Fertigstellung dieser zweiten Bauphase, um dann 1970 bereits die dritte Ausbauphase in Angriff zu nehmen.
Überschuss wird gespeichert
Das Prinzip, das dahinter steht, ist simpel: In Zeiten, in denen nur wenig Strom gebraucht wird, zum Beispiel nachts, wird die überschüssige Energie dazu genutzt, um Wasser vom unteren Becken in ein höher gelegenes Becken zu pumpen.
In Zeiten, in denen der Strombedarf wächst, darf das Wasser wieder abfließen und treibt damit Turbinen an, die wiederum Strom erzeugen. Dieser sogenannte Spitzenstrom wird dann in das Stromnetz eingespeist.
Die Lage des Kraftwerkes wurde strategisch ausgewählt. Der Platz liegt zentral „inmitten der Industriegebiete Nordwesteuropas“, schreibt SEO. Außerdem sei das Ourtal nicht dicht besiedelt.
Die gesamte installierte Turbinenleistung beträgt laut SEO 1.096 MW. Im Pumpbetrieb stehen 850 MW zur Verfügung.
Seit 2010 wird in Vianden wieder ausgebaut. Das Kraftwerk soll um eine weitere 200-MW-Pumpturbine erweitert werden. Die Inbetriebnahme soll laut Unternehmensangaben noch in diesem Jahr erfolgen.
Neben dem Pumpspeicherkraftwerk in Vianden betreibt SEO auch noch weitere Wasserkraftwerke und eine Vielzahl von Windkraftanlagen.
Zu Demaart
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