Das Institut plane den Aufbau einer auf das Vermögensverwaltungsgeschäft fokussierten Europa-Bank, berichtete das «Handelsblatt» am Mittwoch vorab (Donnerstagausgabe). Eine Vorentscheidung für den Standort solle in der kommenden Woche fallen.
Die UBS Deutschland AG in Frankfurt gilt dem Bericht zufolge als aussichtsreichster Kandidat, die Gespräche mit der Finanzaufsicht BaFin seien schon weit gediehen. Luxemburg soll ebenfalls noch im Rennen sein. UBS und BaFin wollten sich dazu nicht äußern.
Die Kosten sollen sinken
Die UBS erhofft sich durch den Schritt dem Bericht zufolge deutliche Kostensenkungen sowie einen Wachstumsschub für das in den vergangenen Jahren immer wieder unter Mittelabflüssen leidende Europageschäft. Die Europa-Bank würde es dem Schweizer Institut demnach ermöglichen, seine Vollbank-Lizenzen in elf anderen EU-Ländern in Absprache mit lokalen Regulatoren sukzessive in den nächsten ein bis zwei Jahren aufzugeben und aus den Tochtergesellschaften reine Niederlassungen zu machen.
Die UBS AG wurde 1862 gegründet und ist eine Schweizer Großbank mit Hauptsitzen in Zürich und Basel. Sie zählt zu den weltweit größten Vermögensverwaltern. Die UBS ist in über 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen mit Niederlassungen vertreten, so auch in Luxemburg. Der Konzern beschäftigt weltweit über 60.000 Mitarbeiter. In Luxemburg sind etwa 700 Personen angestellt.
Zu Demaart
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