Die beiden Werke in Rodange und Schifflingen, in denen vorwiegend Baustahl produziert wird, haben seit längerem mit Umsatzproblemen zu kämpfen. Das Angebot sei größer als die Nachfrage berichtete die Gesellschaft bei der Vorstellung der letzten Quartalszahlen. Nach einem Verlust im Vorjahr stand im ersten Quartal 2011 ein Minus von 9,9 Millionen Euro in den Büchern. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, und um mehrere hundert Arbeitsplätze zu retten, hat ArcelorMittal im Juni versprochen, zusätzlich zu bereits geplanten Investitionen von acht Millionen Euro noch einmal 7,75 Millionen nachzuschießen.
Was nun den Umzug des Firmensitzes angeht, so wird auch dieser gemacht, um Kosten zu sparen, so ein Sprecher von ArcelorMittal. Im Werk von Schifflingen, in der Gemeinde Esch, stehe ein leeres Verwaltungsgebäude, welches jetzt genutzt werden wird.
Der bisherige Sitz der Verwaltung in Rodange befinde sich in einer sehr guten Lage, so der Sprecher, und die Gesellschaft spiele nun mit Überlegungen, ihn zu verkaufen oder zu vermieten.
Rückzug von der Börse
Daneben hat die Gesellschaft am Abend mitgeteilt, dass sie nicht mehr an der Börse notiert sein will. Auch das sei auf der Aktionärsversammlung entschieden worden. Eine entsprechende Anfrage sei bereits an die Luxemburger Börse gerichtet worden, so die Pressemitteilung. Diese habe jetzt einige Wochen Zeit, um zu antworten.
Der Hintergrund ist auch hier der gleiche: Die Kosten einer Börsennotierung seien zu hoch, verglichen mit dem Nutzen.
Die beiden Stahlwerke sind früher in der Gesellschaft Ares organisiert gewesen. Heute heißt das Unternehmen „ArcelorMittal Rodange et Schifflange“ und ist zu 79 Prozent im Besitz von „ArcelorMittal Belval et Differdange“.
Zu Demaart
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