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Zeit für «Los 4 fantásticos»

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Jetzt muss Argentiniens Offensive zeigen, was sie wirklich kann. Der vorzeitige Achtelfinaleinzug winkt gegen Iran. Die Asiaten rätseln, wie sie "den Kleinen" stoppen sollen. Zumal Lionel Messi diesmal seine Wunschtaktik bekommen dürfte.

Die Zeit für «Los 4 fantásticos» ist gekommen: Nach dem spielerisch ernüchternden Auftakt reicht Argentiniens hochgelobter Mannschaft ein Sieg allein gegen den Iran im zweiten Gruppenspiel der WM nicht. Die «Albiceleste» kann damit zwar den Achtelfinaleinzug vorzeitig perfekt machen.

Mit ihrem gefürchteten Offensiv-Quartett um Lionel Messi müssen die Argentinier aber vor allem in den beiden ausstehenden Vorrundenspielen die aufgekommenen Zweifel an ihrer Titeltauglichkeit zerstören. «Diese beiden Spiele werden uns helfen, so zu spielen, wie wir es wollen», kündigte Messi vor dem Match in Belo Horizonte gegen den Außenseiter an.

Die vier Fantastischen

Praktisch keine Zweifel bestehen nach tagelangen Diskussionen daran, dass die Argentinier in ihrem zweiten Match in Brasilien in Messis Lieblingssystem antreten: Mit Super-Kumpel Sergio Agüero und diesmal von Beginn an Gonzalo Higuain in vorderster Front und Angel di Maria dahinter. Damit wären die vier Fantastischen, für die sogar eine Fanpage bei Facebook existiert, perfekt.

Als Trainer Alejandro Sabella die Formation im Training testete, titelte die Zeitung Pagina12 bereits: «Verdammt, alle vorwärts.»

Ausreden gibt es keine mehr für die offensiv exzellent besetzten Argentinier. Selbst wenn sich Messi & Co. gegen Iran bereits auf eine defensiv eingestellte Mannschaft einrichten. Coach Sabella kann gegen die Asiaten, die zum Auftakt mit dem Langweiler-0:0 gegen Nigeria bei ihrer vierten WM-Teilnahme zum ersten Mal kein Gegentor kassierten, auf alle Spieler zurückgreifen. Auch Sturm-Alternative Rodrigo Palacio von Inter Mailand trainierte zuletzt wieder voll mit dem Team.

Im Messi-Stil

Nachdem die südamerikanischen Rivalen wie Chile und Kolumbien mit teilweise begeisterndem Fußball bereits im Achtelfinale stehen, will Argentinien nachlegen – und das im Messi-Stil. «Wir sind Argentinien und wir müssen gut spielen, ohne uns nach dem Gegner zu richten», betonte der noch 26-Jährige, der am Dienstag (24.06.14) Geburtstag hat. Ein weiterer Treffer käme da gerade recht, nachdem er seinen Acht-Jahre-Bann beim 2:1 über Bosnien-Herzegowina endlich gebrochen und sein zweites Tor bei einer WM-Endrunde erzielt hatte.

«Den Kleinen auszuschalten wird sehr schwierig werden» meinte Irans portugiesischer Trainer Carlos Queiroz etwas flapsig über den viermaligen, aber nichtsdestotrotz nur 169 Zentimeter großen Weltfußballer. Angriffspartner Agüero ist gerade mal einen Zentimeter größer. Und das bei einem gegnerischen Team, das körperlich spiele und «it einer starken Mentalität», wie Sabella erklärte. Und die alles geben wird, um erstmals die Vorrunde einer WM zu überstehen.