Am Freitag gegen Bosnien-Herzegowina könnte wieder die Stunde des Differdingers schlagen. Diesmal
wäre der direkte Gegenspieler kein geringerer als Manchester-City-Star Edin Dzeko.
Vor allem die Abwesenheit von Abwehrorganisator Eric Hoffmann spielt dem 23-jährigen Studenten der Universität Trier in die Karten. Bereits beim letzten Länderspiel gegen Albanien setzte der Nationaltrainer auf Bukvic, um den groß gewachsenen skipetarischen Stoßstürmer Erjon Bogdani in den Griff zu bekommen. Eine Taktik, die aufging und Bukvic in der Hierarchie der Abwehrspieler urplötzlich einige Plätze nach vorne katapultierte.
Weltklasseformat
Auch die Bosnier haben mit Edin Dzeko (1,93 Meter) einen Hünen von Weltklasseformat im Angriff. „Ich habe gegen Paris Saint-Germain gegen einen ähnlichen Spielertypen gespielt (Guillaume Hoarau, d. Red.) und das hat eigentlich ganz gut funktioniert. Aber Dzeko ist eine Klasse besser. Er ist zudem physisch stark, ruhig am Ball und eine richtige Tormaschine. Gegen solch einen Spieler musst du hundertprozentige Konzentration an den Tag legen und dir keinen Fehler erlauben“, so die Einschätzung von Bukvic über den Star der Citizens.
Ob der dreifache Nationalspieler am Freitag zum Einsatz kommt, hängt vor allem von der taktischen Formation ab, für die sich Luc Holtz entscheiden wird. Dreier- oder Viererkette ist zurzeit im Trainingslager in Lipperscheid in aller Munde.
Beim taktischen Training am Montag kam Bukvic in der Viererkette zum Einsatz. Doch er sammelte in der Nationalmannschaft bereits Erfahrung mit der Dreierkette: „In einem Testspiel gegen Lüttich und in meinem ersten Länderspiel gegen Island (im Oktober 2009, d. Red.) sind wir so aufgelaufen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt. Aber unsere Taktik ist nicht so wichtig. Entscheidender ist, dass jeder absoluten Willen und Konzentration an den Tag legt.“
Erfahrung und Selbstvertrauen
Die Leistungssteigerung in den letzten Monaten führt er selbst auf die größere Spielpraxis zurück. „In jeder internationalen Begegnung lernt man dazu. Man erlebt neue Situation und sammelt Erfahrungen. Partien auf solch einem Niveau geben einem Selbstvertrauen. Dieser Rhythmus hat mir auch dabei geholfen, mein Passspiel zu verbessern. Hinzu kommt noch, dass ich fit bin und nicht mit Verletzungen zu kämpfen hatte wie in der Vergangenheit.“
Diese Mischung aus Erfahrung und Selbstvertrauen wird er brauchen, um im Bilino-Polje-Stadion in Zenica unter den Augen von 19.000 heißblütigen Anhängern zu bestehen. Dass Bukvic gebürtiger Kroate ist, macht die Aufgabe nicht unbedingt leichter. Sorgen macht sich der Schlacks deswegen aber keine: „Natürlich gibt es immer ein paar Verrückte, aber ich habe keine Angst. Das ist für mich ein Spiel wie jedes andere auch.“
Zu Demaart
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