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Weltcup in São Paulo (BRA): Mullers zweiter Streich?

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JUDO - Am Dienstag verstarb der sportliche Direktor des internationalen Judoverbandes (IJF), der Franzose François Besson, unerwartet im Alter von nur 63 Jahren. Möglicherweise ist sein plötzlicher Tod mitverantwortlich, dass bei der IJF zurzeit alles drunter und drüber geht.

Jedenfalls sind die Informationen über das nächste große Ereignis recht spärlich. Auch ein Update der neuen Weltrangliste wurde noch nicht veröffentlicht. Und zu allem Überfluss kündigt der Verband den Weltcup vom Wochenende in Belo Horizonte an, dabei wird das Turnier in São Paulo ausgetragen. 2009 gastierte man zuletzt in Belo Horizonte, mit nur 153 Athleten.

320 aus 35 Ländern

Sicher ist, dass eine Woche im Anschluss an den „Grand Slam“ in Rio de Janeiro, nach Weltmeisterschaften die höchste Stufe im Judosport, rund 320 Judokas aus 35 Ländern für den Weltcup in São Paulo gemeldet sind.

Gekämpft wird am morgigen Samstag (48, 52, 57 und 63 kg der Frauen, 60, 66 und 72 kg der Männer) und am Sonntag (70, 70 und +79 kg der Frauen, 81, 90, 100 und +100 kg der Männer). Viele der eingeschriebenen Athleten haben unter der Woche an einem internationalen Trainingscamp in Rio teilgenommen. So wie Marie Muller, die als Einzige die Luxemburger Farben in der brasilianischen Elf-Millionen-Einwohner-Stadt vertreten wird. Für die luxemburgische Sportsoldatin könnte es der endgültige internationale Durchbruch werden, nachdem sie in Rio de Janeiro in der Gewichtsklasse -52 kg die Silbermedaille gewinnen konnte und mit diesem Ergebnis vorläufig einen sicheren Olympia-Startplatz einnahm. Sollte ihr am morgigen Samstag ab 10.00 Uhr (15.00 MESZ) der zweite Streich gelingen, dann würde sie sich vorerst auf einem solchen Quotenplatz festsetzen.

„Natürlich hat mir diese Silbermedaille Auftrieb gegeben. Es war zum rechten Moment ein wichtiger Schub für die Psyche“, so die 24-Jährige im Anschluss an ihr Turnier in Rio im „T“-Interview. Im gleichen Atemzug gab die zierliche Judoka des KSV Esslingen aber auch zu verstehen, dass man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben sollte: „Ein solches Ergebnis wird nicht die Regel sein. Die Weltspitze liegt zu eng beieinander, als dass man sagen könnte, man wäre oben angekommen. Schon der nächste Wettkampf kann ganz anders verlaufen. Vieles hängt von der Tagesform ab, aber auch von der Auslosung.“
Diese findet erst heute Abend in Brasilien statt.

MB