Dass der Sport auch schöne Momente haben kann beweist diese Szene. Nach dem gewonnenen WM-Finale und der Ehrung macht die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft ihre Ehrenrunde. Plötzlich springt ein Jugendlicher über die Absperrung und läuft in Richtung der Kiwis. Er wird von einem Sicherheitsmann getackelt. Die Spieler beruhigen den Security-Mann. Sonny Bill Williams, einer der Star-Spieler des neuseeländischen Teams nimmt den Jungen in den Arm und wechselt ein paar Worte mit ihm auf dem Weg zurück zur Tribüne.
Und dann passiert es. Bevor er sich vom jungen Fan verabschiedet zieht er seine Gold-Medaille über den Kopf und hängt sie dem verdutzten Fan um den Hals. Ein letzter freundschaflicher Klapps auf die Schulter, dann ist er weg. Als der Junge realisiert was ihm gerade passiert ist feiert er ausgelassen mit seiner Familie und seinen Freunden.
Er wollte ihn zum lächeln bringen
Später im Interview sagt der neuseeländische Rugby-Spieler, er verstehe die Reaktion des Jungen. Er wollte nicht, dass er verletzt wird. Der Teenager habe ihn an seinen jüngeren Bruder oder seinen Neffen erinnert. Aber warum gab er ihm seine Medaille? Er wollte nach dem Tackel ein Lächeln auf die Lippen seines Fans zaubern, so Williams. «Auftrag ausgeführt», kann man da nur sagen.
Ach ja, und ohne Medaille musste der Kiwi dann doch nicht heimeisen. Die Verantwortlichen der WM fanden die Aktion des Spielers so ehrhaft, dass er bei der Gala am Abend eine neue Medaille erhielt.
Am Montag dann traf der Rugby-Star sich mit seinem glühensten Fan in einem Hotel. Er sei ja jetzt ein Teil des Teams, so Williams auf Twitter.
Good to see the young fulla today, ur part of the team now bro pic.twitter.com/51nj8ggIq6
— Sonny Bill Williams (@SonnyBWilliams) 2. November 2015
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