Zahlreiche Verbesserungen persönlicher Bestleistungen ausländischer und Luxemburger Athleten. Der Höhepunkt des Abends waren die 400 m der Frauen. Zuzana Hejnova lief in 52.18 Sek. Meeting-Rekord und zugleich Coque-Rekord. Des Weiteren war diese Zeit unter der Hallen-WM-Norm von Göteborg im kommenden März. Von Anfang an lief sie an der Spitze und überließ Madiea Ghafoor den zweiten Rang in 52.66 Sek. Der B-Lauf wurde gewonnen von Louise Berthaud (F) in 54.80 Sek. Hier lieferten sich Laurence Jones, die erstmals die 400 m in der Halle lief, und Frédérique Hansen ein spannendes Duell. Jones konnte sich in der persönlichen Bestzeit von 57.39 Sek. knapp durchsetzen (3. JPEE-Norm nach den 100 m und 200 m). Auch Hansen lief zum zweiten Mal JPEE-Norm in 57.54 Sek. Anaïs Bauer verbesserte ihre Saison-Bestzeit im A-Lauf auf 58.56 Sek.
Lenka Masna (CZ) gewann schon zum dritten Mal die 800 m in 2.03.15 Min. Es war der ideale Lauf für Charline Mathias, die in 2.09.29 Min. nationalen Rekord lief. Sie war um 35 Hundertstel schneller als Martine Nobili 2003 und verbesserte sich um über 3 Sek. Sie ist nunmehr nicht mehr weit von ihrer absolut besten Zeit im Freien von 2.08.22 entfernt.
„Salto nullo“
Die 1.500 m wurden von der Äthiopierin Mestewot Tadesse in 4.27.78 Min. vor Pascale Schmoetten gewonnen, die in 4.44.59 Min. nur 8 Hundertstel von ihrer Bestzeit entfernt blieb. Martine Mellina hatte sich kurzfristig wegen Sehnenbeschwerden im rechten Fuß abgemeldet.
Katharina Bauer (D) gewann den Stabhochsprung mit 4,35 m. Kristina Gadschiew (D) leistete sich bei ihrer Anfangshöhe von 4,45 m ein „salto nullo“. Edna Semedo klassierte sich als Dritte mit 3,55 m. Die nächste zu überspringende Höhe waren die 3,75 m, die sie aber dreimal riss.
Landesbestleistungen
Jacques Frisch setzte sich wieder an die Spitze der diesjährigen Bestenliste der 400 m in 48.51 Sek. In der Halle ist dies persönliche Bestzeit. Gewonnen wurde der A-Lauf von Daniel Nemecek (CZ) in 47.74 Sek. Schade, dass Bob Lallemang nicht auch diesem Lauf zugeteilt war. Er wurde Vierter in 49.08 Sek. im B-Lauf, der vom Belgier Nils Duerinck in 47.78 Sek. gewonnen wurde.
Sehr interessant verliefen die 1.500 m, die von Tanguy Pepiot (F) in 3.46.94 gewonnen wurden. Gleich von Anfang an mischte David Karonei vorne mit. Er hinterließ einen sehr guten Eindruck bei seinen ersten 1.500 m in der Halle in der persönlichen Bestzeit von 3.48.07 Min. und dem zweiten Platz. Pol Mellina lief desgleichen Bestzeit in 3.49.28 Min. Auch die drei weiteren Luxemburger Athleten, Bob Bertemes (3.59.08), Bruder Ben Bertemes (3.59.40) und Bob Greis (3.59.08), liefen Bestzeiten.
Der Nigerianer Ogho-Oghene Egwero gewann die 60 m in 6.67. Ronald Pognon (F) schied in den Vorläufen in 6.89 Sek. aus. Martial Mbandjock (F) klassierte sich als Vierter in 6.83. Der deutsche 100-m-Meister Lucas Jakubcyck wurde Zweiter in 6.73 Sek., und der letztjährige Sieger Tim Abeyie war diesmal Dritter in 6.82. In den Vorläufen lief Lionel Delgado neue Cadets-Landesbestleistung in 7.10 Sek. Er verbesserte damit die 14 Jahre alte Bestzeit von Jeff Steffen um ein Hundertstel. Marek Hoffmann lief persönliche Bestzeit in 7.15 Sek.
Die 60 m Hürden fanden ohne Claude Godart statt, der an einer Magengrippe erkrankt war.
Die zweite Landesbestleistung wurde von Joé Seil im Stabhochsprung erbracht. Er steigerte sich wiederum um 10 cm auf 4,90 m. Er versuchte noch die magische Grenze der 5 m zu überspringen, doch war es „im Kopf“ diesmal noch zu hoch.
Kevin Rutare überquerte jedes Mal im ersten Versuch die Höhen ab 1,95 m bis 2,05. Bei 2,10 m jedoch klappte irgendetwas nicht mehr. Er klassierte sich als Dritter in einem doch etwas schwachen Wettbewerb, der von Karim Lofty (Egy) mit 2,10 m gewonnen wurde.
Zu Demaart
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