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Von der ruhigen Sorte

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OMNISPORT - Die ordentliche COSL-Generalversammlung 2014 war nach dem bewegten Wahl-Kongress vom Vorjahr eine der ruhigen Sorte.

Alle Berichte „par acclamation“ angenommen, eine einzige Wortmeldung: So standen wieder mal die beiden „großen“ Reden – die vom Präsidenten und die des Sportministers – im Blickpunkt.

Wobei im „Tramsschapp“ auf Limpertsberg die Reihenfolge diesmal ungewohnt war: Wegen einer anderen Verpflichtung „durfte“ zuerst Romain Schneider ans Rednerpult. Dann folgte der mündliche Rechenschaftsbericht von André Hoffmann, Präsident des nationalen Olympischen Komitees.

Eines vorweg: Sowohl Schneider wie am Ende der zweistündigen Versammlung auch die hauptstädtische Sportschöffin Simone Beissel signalisierten ihre Gesprächsbereitschaft, was das JPEE-Defizit angeht (siehe separaten Artikel). Was die Spiele der kleinen Staaten anging, verteilte der Minister dann noch zwei zusätzliche Goldmedaillen: „Auch die Freiwilligen und das fantastische Publikum haben eine verdient.“ Sportliche und Publikums-Bilanz der JPEE sind eh über alle Zweifel erhaben, was auch Hoffmann in einem viertelstündigen Exkurs noch einmal darlegte.

Beide Redner zeigten sich erfreut darüber, dass der Sport wieder ein eigenständiges Ministerium hat, und gingen auf die Wichtigkeit des sich in Arbeit befindenden Sportkonzepts ein (siehe separaten Artikel).

Nägel mit Köpfen

Schneider erläuterte einzelne Punkte der Regierungserklärung den Sport betreffend. Was die großen zu bauenden Sportstätten angeht, meinte er recht allgemein, dass am Ende dieser Legislaturperiode (2018) mit Sicherheit Resultate zu sehen sein werden. Wie bereits im großen Tageblatt-Interview am 25. Februar war es der Aufruf von Romain Schneider, die Sportwelt müsse zusammenstehen und helfen, dem Positiven wieder mehr Gewicht zu geben, anstatt dass immer nur bei allem das Negative gesucht werde.

Dieser Aspekt kehrte auch in Hoffmans Rede zurück, der COSL-Präsident formulierte es wie folgt: „Es ist höchste Zeit für Nägel mit Köpfen; es darf nicht mehr alles zerredet werden. Man sollte aufhören, immer noch das kleinste Haar in jeder Suppe zu suchen.“ In diesem Kontext wies Hoffmann auf einige seiner Meinung nach hochinteressante Politiker-Aussagen während der Parlaments-Debatten zum 10. Fünf-Jahres-Plan für Sportstätten hin: „Wir werden darauf zurückkommen“, meinte er trocken.

Statuten-Änderungen

Neben ausführlichen sportlichen Rück- und Ausblicken ging André Hoffmann auch kurz auf Statuten-Änderungen ein: Diese müssten nun angegangen werden, um die Funktionsweise des COSL zu modernisieren und den Realitäten anzupassen. Auch der „Conseil consultatif“, für den am Samstag gewählt wurde, ohne dass es groß interessierte und der eigentlich nur noch ein „Papiertiger“ ist, soll reformiert werden.

Der Minister seinerseits blickte auch bereits voraus auf den Luxemburger EU-Ratsvorsitz 2015. Man sei dabei, ein Thema auszusuchen, das in den Vordergrund gerückt werden solle. Nach Doping und Wettbetrug in den letzten Jahren wolle man auf jeden Fall mal wieder ein positiv behaftetes Thema in den Fokus setzen.