Dienstag13. Januar 2026

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«Vom Schmerz verzehrt»

«Vom Schmerz verzehrt»
(AFP)

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Ein Jahr, nachdem er seine Freundin Reeva Steenkamp mit Schüssen durch die Badezimmertür tötete, hat sich der südafrikanische Sprint-Star Oscar Pistorius erstmals öffentlich erklärt.

Er sei «vom Schmerz verzehrt», schrieb er am Freitag auf seiner persönlichen Website. Keine Worte könnten seine Gefühle über den «verheerenden Unfall» erfassen. «Ich werde den Verlust von Reeva und das ganze Trauma des Tages für den Rest meines Lebens tragen.» Auf seiner Website hatte Pistorius seit dem 12. Februar 2013 – zwei Tage vor den Schüssen – keine neuen Kommentare mehr veröffentlicht.

In der Nacht zum Valentinstag hatte er seine Freundin durch die geschlossene Badezimmertür seines Hauses in Pretoria erschossen. Pistorius versichert, er habe Steenkamp für einen Einbrecher gehalten. Dagegen wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, das Model nach einem Streit vorsätzlich getötet zu haben.

Im März vor Gericht

Der 27-Jährige muss sich ab dem 3. März wegen Mordes vor Gericht verantworten. Verwandte Steenkamps wollten am Freitag privat an den tragischen Tod der jungen Frau erinnern. «Wir werden im Gedenken an sie Ballons aufsteigen lassen», sagte ihr Onkel Michael Steenkamp zu AFP. «Sie werden rot und weiß sein, das waren ihre Lieblingsfarben.» Ihre Eltern und ihr Bruder würden sich aber nicht an dem privaten Gedenken beteiligen.

Der an beiden Unterschenkeln amputierte Pistorius war 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London zu Weltruhm gelangt, als er beim Sprint der unversehrten Athleten antrat.