Luxemburg wurde der Gruppe mit Dänemark, Zypern und Rumänien zugelost. Dass gegen Dänemark, die führende europäische Badminton-Nation, nicht viel zu holen sein würde, stand von vornherein fest. Bei der klaren 0:5-Niederlage wurden deswegen die Reservespieler ins Team eingebaut. Die Rechnung der Trainer Tristan Bache und Alen Roj ging auf. Vor allem Veronika Dravinec und William Wang zeigten anschließend gegen Zypern gute Leistungen, sodass in dieser Begegnung ein 3:2-Achtungserfolg heraussprang. Beide gewannen zusammen das Mixed und dann mit ihren jeweiligen Partnern Mara Hafner bzw. Noah Warning ihre Doppelspiele. Der zweite Tabellenplatz wurde in der letzten Gruppenbegegnung angepeilt. Wang spielte diesmal Einzel und glich nach dem verloren gegangenen Auftaktspiel von Warning/Hafner zum 1:1 aus, indem er Dinu Pandele in Durchgang drei mit 22:20 niederkämpfte. Dies konnte er aber etwas später im Doppel an der Seite von Warning nicht wiederholen, diesmal ging der dritte Satz an die Rumänen. Da sich die Mädchen aus Osteuropa zudem als zu spielstark für Hafner und Dravinec erwiesen, wurde das Turnier auf dem ehrenvollen dritten Platz abgeschlossen.
In den Einzelwettbewerben zogen sowohl William Wang als auch Noah Warning in die dritte Runde ein. Beide trafen dort aber auf übermächtige Gegner aus Dänemark und Frankreich. Alex Lanier, der Bezwinger von Warning, wurde einige Tage später U17-Europameister im Einzel und im Doppel. Aufhorchen ließ Veronika Dravinec in Runde zwei gegen die starke Russin Svetlana Sutiagina. Nach einer sehr guten Vorstellung verlor sie den Entscheidungssatz unglücklich mit 19:21. Sie war dennoch zufrieden mit ihrer Leistung: „Ich bin trotz der knappen Niederlage im Einzel gegen die Russin sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf. Die EM war eine tolle Erfahrung für mich sowie für das ganze Team und wird uns in unserer Entwicklung weiterbringen.“
Tristan Bache zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Bei den Europameisterschaften treten nur die besten Spieler an, es ist also schwierig, einige Runden zu überstehen, noch schwieriger als beim Badminton Europe Circuit. Wir haben das aber geschafft. Um in die Vorschlussrunden einzuziehen, fehlt allerdings noch ein gutes Stück. Wir Trainer glauben, dass für unsere Spieler in Zukunft noch bessere Resultate möglich sind!“
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