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Die FLF-Kicker in der EinzelkritikTrocken und humorlos

Die FLF-Kicker in der Einzelkritik / Trocken und humorlos
Trotz Maske mit Übersicht: Maxime Chanot Foto: Mélanie Maps/sportspress.lu

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Selten konnte man nach einem Spiel behaupten, dass die FLF-Auswahl das Beste aus ihren Gelegenheiten gemacht hatte. Nach dem 2:0-Sieg gegen Litauen am Samstag war dies jedoch der Fall. Die «Roten Löwen» agierten wie ein Favorit und brachten den Sieg mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung ins Trockene. Eine Einzelkritik.

Anthony Moris: Der Torwart hatte nicht sehr viel zu. Die meisten Versuche der Litauer gingen über oder neben das Tor. Nur einmal stand er goldrichtig und bewahrte Luxemburg vor dem Rückstand: Beim Kopfballversuch von Utkas in der 22. Minute.

Marvin Martins: Ersetzte Kapitän Laurent Jans auf der rechten Abwehrseite. Kurz vor der Pause leistete er sich einen fast folgenschweren Ballverlust in der Vorwärtsbewegug. Insgesamt aber sicher und mit einigen Ausflügen nach vorne.

Maxime Chanot: Erster Auftritt für die FLF-Auswahl mit der Edgar-Davids-Gedächtnisbrille. Strahlte Sicherheit und Ruhe aus und hatte trotz Augenprobleme immer den Überblick.

Dirk Carlson: Genau wie sein Nebenmann Chanot war der gelernte Linksverteidiger gegen Litauen fehlerlos und spulte 90 Minuten ohne Konzentrationsschwächen ab.

Mica Pinto: Zu Beginn mit ein paar Problemen gegen seinen flinken Gegenspieler Novikovas. Mit zunehmender Zeit machte er die linke Seite dicht und erstickte viele Angriffe durch antizipierendes Verhalten.

Christopher Martins: Durch das Fehlen von Laurent Jans wurde er zum Kapitän ernannt. Der Profi von Spartak Moskau meisterte diese Aufgabe mit Bravour. War zur Stelle wenn er gebraucht wurde und wie schon in den Spielen davor der Chef im Mittelfeld.

Leandro Barreiro: Trat überraschenderweise alle Eckbälle. Schlecht machte er das nicht. Im Mittelfeld war er wie immer die emsige Arbeitsbiene. Nur einmal in der 13. Minute leistete er sich einen Ballverlust, der zu einer Großchance hätte führen können.

Vincent Thill: Hatte Probleme in die Partie zu kommen und leistete sich einige Ballverluste. Kurz vor der Pause wachte er jedoch auf und spielte Borges frei, der den Ball weitergab zu Sinani und der daraufhin Luxemburg in Führung brachte. Nach 45 Minuten war Schluss.

Danel Sinani: Gefährlichster Luxemburger auf dem Platz und Matchwinner wegen seiner zwei Tore. Ließ sich zudem immer wieder gekonnt zurückfallen und beteiligte sich am Spielaufbau. Körperlich spielt er auf einem anderen Niveau als noch vor einem Jahr.

Yvandro Borges: Der schmächtige 18-jährige Flügelspieler sollte die großgewachsenen litauischen Gegenspieler mit seiner Wendigkeit und Schnelligkeit überraschen. Das gelang einige Male, aber auch nicht immer. Stark war sein Doppelpass mit Sinani, der zur Führung führte.

Edvin Muratovic: Verletzte sich bereits beim Aufwärmen und musste nach 69 Minuten dann auch verletzt den Platz verlassen. Sein Einfluss auf das Spiel war eher gering.

Gerson Rodrigues: Nationaltrainer Luc Holtz brachte ihn nicht von Anfang an weil er leicht angeschlagen war. In der zweiten Hälfte sollte er den nötigen Punch nach vorne bringen, was immer aber fast nie gelang. Glück hatte er, dass seine Schauspieleinlage kurz vor Schluss nicht mit Gelb geahndet wurde.

Mathias Olesen: Der beste Joker von Holtz. Der Jungprofi des 1. FC Köln brachte Ruhe und Physis ins Spiel. In der 78. bereitete er das 2:0 stark vor. Auch danach bewies er noch einige Male seine Übersicht und zeigte, dass er ein ernstzunehmender Kandidat für einen Stammplatz ist.

Florian Bohnert: Kam im linken Mittelfeld zum Einsatz. War einer der Wegvorbereiter des 2:0.

Sébastien Thill: Wurde in der 89. Minute eingewechselt. Zu kurze Einsatzzeit für eine Bewertung.