Immer wieder blitzt das internationale Können der Escherin Lynn Mossong auf, zuletzt bei der WM 2011 in Paris. In der italienischen Hauptstadt konnte die 25-Jährige mit dem 5. Platz einen weiteren Meilenstein auf ihrem Weg nach Olympia 2016 setzen.
Insgesamt waren beim römischen Weltcup 312 Judokas aus 43 Ländern eingeschrieben. Die Gewichtsklasse von Lynn Mossong (-70 kg) war mit 19 Kämpferinnen besetzt. Nach einem Freilos konnte die Luxemburgerin die polnische U20-Meisterin von 2010, Karolina Talach, mit Ippon bezwingen. Wesentlich enger ging es in der dritten Runde gegen Jennifer Pitzanti zu. Der Kampf ging mit Yuko an die Luxemburgerin. Mit diesem Sieg stand Lynn Mossong im Halbfinale eines Weltcups, sollte aber leider auch das Ende der Fahnenstange erreicht haben. Linda Bolder (NL) konnte Mossong nämlich mit Ippon am Boden bezwingen, danach sicherte sich die 24-Jährige Gold.
Auf hohem Niveau
Mossong trat zum Abschluss noch einmal um Bronze an und hatte mit Lucie Perrot eine sehr schwere Aufgabe vor sich. Es sollte aber ein sehr ausgeglichener Kampf werden, den Perrot knapp mit Wazari gegen Yuko gewinnen konnte. Für Lynn Mossong blieb am Ende Platz 5 und sie wurde mit Lob von Nationaltrainer Fred Georgery überschüttet: „Eine sehr großartige Vorstellung von Lynn, die endlich in die Spur der Sensationen zurückgefunden hat. Der Kampf um Platz 3 wurde auf hohem Niveau geführt.“
Für Tom Schmit (-60 kg) und Denis Barboni (-90 kg) war es der erste Einsatz auf allerhöchstem Niveau. Für Manon Durbach (-57 kg, 26 Teilnehmerinnen) war es der zweite Einsatz in der „ewigen Stadt“. Die 20-Jährige kämpfte verbissen, konnte aber gegen Shareen Richardson kein Kapital daraus schlagen. Gleiches traf auf Tom Schmit (30 Teilnehmer) zu, der gegen Kay van Rijn (NED) mit Yuko gegen Wazari verlor.
Noch knapper ging es bei Denis Barboni (25 Teilnehmer) zu, der dem Spanier Isaac Carreno Lopez lediglich eine kleine Yuko-Wertung zugestand. „Denis hat 200% gegeben. Wegen des physischen Defizits, der auf sein junges Alter zurückzuführen ist, hat es aber nicht zum großen Wurf gereicht“, zeigte sich der Coach zufrieden.
Zu Demaart
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