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TennisSudstroum Open: Knaff folgt Rodesch ins Achtelfinale

Tennis / Sudstroum Open: Knaff folgt Rodesch ins Achtelfinale
Alex Knaff trifft am heutigen Donnerstag auf den an Nummer eins gesetzten Spanier Tiffon Fotos: Fern Konnen/Tageblatt

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Das Achtelfinale bei den Sudstroum Open in Esch ist komplett und zwei Luxemburger sind dabei. Alex Knaff wurde im Duell gegen einen „Lucky Loser“ seiner Favoritenrolle gerecht, während ein angeschlagener Raphael Calzi nach tapferem Kampf mit seinen beiden Davis-Cup-Kollegen nicht Schritt halten konnte.

Das luxemburgische Männertennis macht derzeit mit guten Resultaten auf sich aufmerksam. Nicht nur im Teamwettbewerb wie dem Davis Cup, sondern auch auf der Profi-Tour. „Ich glaube, wir haben als Gruppe gute Fortschritte gemacht. Letztes Jahr hatten wir keinen Luxemburger in der zweiten Runde und damals war es ein 15.000-Dollar-Turnier. Jetzt ist es ein 25.000er-Turnier, die Konkurrenz ist also umso stärker“, erklärte Alex Knaff nach seinem Sieg.

Knaff befand sich gestern in einer auf internationalem Level nicht gewohnten Favoritenrolle gegen Jing Long Weng (ATP 1.876). Der 21-jährige Niederländer hatte zwar in der Qualifikationsrunde verloren, durfte aber nach einer Absage als „Lucky Loser“ nachrücken. Er hatte sichtlich nichts zu verlieren und so begann er die Partie aggressiv. Weng war ständig auf der Suche nach den Linien, brachte Knaff somit ins Bedrängnis. „Das erste Match ist immer schwierig, besonders vor heimischer Kulisse und der eigenen Familie. Vielleicht hatte ich deswegen einen nervösen Start, aber danach habe ich es gut gemeistert.“

Das erste Break gelang Knaff im sechsten Spiel. Obwohl sein Aufschlag eine ewige Wundertüte war (7 Asse, 5 Doppelfehler), konnte er sich in den entscheidenden Momenten zum Ende des ersten Satzes, den er mit 6:4 gewann, auf ihn verlassen.

Calzi nach drei Sätzen raus

Mitten im zweiten Durchgang erlebte Knaff jedoch eine Schwächephase. „Ich hatte mein Gefühl für den Return ganz verloren. Da wollte ich das Tempo forcieren, aber die waren fast alle viel zu lang.“ Sein Gegner zog auf 5:2 davon, bevor Knaff seinen Rhythmus wiederfand. Er rettete sich in den Tiebreak, servierte zum Schluss wieder sehr stark und machte das Spiel mit 6:4, 7:6 klar. „Ich bin happy und freue mich auf das nächste Match“, so Knaff. In diesem trifft er nun auf den an Nummer 1 gesetzten Pol Martin Tiffon (ATP 254). Der Spanier hatte zwar große Mühe in seinem Erstrundenmatch gegen den Qualifikanten Emilien Voisin, an seinen Fähigkeiten ist aber nicht zu zweifeln. Knaff wird Außenseiter sein.

Derweil war Raphael Calzi (ATP 2.019) auf gutem Weg, eine Überraschung zu schaffen, musste sich im Endeffekt Timo Legout (ATP 544), aber auch einer Verletzung geschlagen geben. „Kurz vor den Interklub-Meisterschaften vor zwei Wochen verspürte ich Schmerzen in der rechten Schulter. Das braucht Ruhe, aber ich wollte es trotzdem hier zu Hause versuchen“, sagte Calzi nach Spielende. Nach einem Arztbesuch stellte sich heraus, dass er an einer Schleimbeutelentzündung leidet, dazu kommt noch eine Sehnenentzündung in der rechten Brust. Trotz dieser unglücklichen Umstände spielte Calzi zuerst befreit auf und sicherte sich den Eröffnungssatz mit 6:2. „Mein Return war richtig gut. Eigentlich waren alle Schläge unter Schulterhöhe top.“

Legout änderte im zweiten Satz seine Strategie. Fortan servierte er weit von außen, wie in einem Doppel, und Calzi hatte seine Schwierigkeiten damit. „Sein neuer Aufschlag war wesentlich schwieriger zu retournieren und es dauerte, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Das war ein Grund dafür, dass ich nicht mehr so viele einfache Punkte gewinnen konnte.” Legout entschied den zweiten Satz mit 6:2 für sich und ging im letzten Satz auch sofort mit 4:1 in Führung. Calzi zeigte große Moral und rappelte sich noch einmal auf, war dann aber 3:6 unterlegen. Calzi bleibt dem Turnier jedoch in der Doppelkonkurrenz erhalten. Der letzte Luxemburger im Bunde, Robi Tholl, verlor gegen den Deutschen Kai Wehnelt (ATP 513) mit 2:6, 0:6.

Roby Tholl verabschiedete sich am Mittwoch aus dem Turnier
Roby Tholl verabschiedete sich am Mittwoch aus dem Turnier