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Stybar trotzt der belgischen Armada

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Nach 2005 fand die Cyclocross-WM am vergangenen Wochenende erneut im benachbarten St. Wendel statt. Bei der Elite gelang es dem Tschechen Zdenek Stybar, seinen Titel souverän gegen die belgische Armada zu verteidigen. Gusty Bausch klassierte sich unter 59 Konkurrenten auf dem anständigen 42. Platz.

Unter strahlendem Sonnenschein, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, bekamen die gut 30.000 Zuschauer im Saarland Cross-Rennen allererster Güte zu sehen. Nachdem die Belgier, die rund die Hälfte aller Zuschauer stellten, nach den Rennen der Junioren, Espoirs und Damen noch keine einzige Medaille feiern konnten, waren sich die Fans sicher, dies beim Rennen der Elite wettzumachen. Genau wie vor sechs Jahren an gleicher Stelle, wo die ersten drei Plätze im Hauptrennen an unsere Nachbarn gegangen waren.

Im Vorfeld gingen die Experten von einem Duell zwischen Titelverteidiger Zdenek Stybar und den Belgiern aus. Für Stybar, der Ende letzten Jahres eine mehrwöchige Pause wegen Knieproblemen einlegen musste, schien die WM zu früh zu kommen. Doch es kam anders.

Der 25-jährige Tscheche setzte sich gleich nach dem Start an die Spitze des Feldes. Top-Favorit und Weltcupsieger Niels Albert musste seine Titelambitionen nach einem schlechten Start sowie einem Plattfuß frühzeitig begraben und klassierte sich am Ende nur auf Rang 24.

Mitte des Rennens setzten sich Stybar und Sven Nys (B), der an gleicher Stelle zu seinem bislang einzigen WM-Erfolg kam, vom Rest des Feldes ab. Dahinter folgte die deutsche Medaillenhoffnung Philipp Walsleben, begleitet von den Belgiern Kevin Pauwels und Klaas Vantornout. In der siebten der insgesamt elf Runden ließ Stybar den Belgier in einem lang gezogenen Anstieg regelrecht stehen. Auf dem für die Zuschauer gut einsehbaren Parcours, auf dem sowohl Technik als auch Kraft gefragt waren, vergrößerte sich der Vorsprung des Führenden bis zu maximal 20“. Diese verteidigte Stybar souverän und kam nach dem Gewinn des Titels bei den Espoirs bereits zu seinem zweiten Weltmeistertitel in St. Wendel. Hinter Sven Nys sicherte sich Kevin Pauwels zumindest noch den dritten Platz, knapp vor dem Franzosen Francis Mourey, der das Neujahrsrennen in Petingen für sich entschieden hatte.

Gusty Bausch im Pech

Als einziger Luxemburger Teilnehmer hatte Gusty Bausch gleich zu Anfang des Rennens Pech, als er in der Umrandung der Strecke landete. „Durch diesen Fahrfehler bin ich zurückgefallen, da sowohl die Gangschaltung als auch die Bremsen in Mitleidenschaft gezogen waren. Das Loch zum Mittelfeld war zu groß geworden und der Elan war dahin“, so Luxemburgs Vizemeister. Zumal die Spitze ein Höllentempo vorlegte. „Stybar und Nys haben heute unglaublich Gas gegeben und mehr als eine Minute auf die Verfolger herausgefahren. Die neue 80-Prozent-Regel ist bedauernswert, da die Fahrer meiner Meinung nach zu schnell aus dem Rennen genommen werden, noch bevor sie überrundet werden. So kommt es dazu, dass nur knapp die Hälfte der Teilnehmer auch ins Ziel einlaufen“, so Gusty Bausch, dessen Saison nun gelaufen ist. Die einzigen Luxemburger, denen es vergönnt war, in der gleichen Runde mit dem Sieger zu bleiben, waren am Wochenende Espoir Vincent Dias Dos Santos als 31. auf 4:17 sowie Christine Majerus, die es im Rennen der Damen noch zehn Plätze weiter nach vorn schaffte und damit die beste Leistung des FSCL-Teams erbrachte.

Die Resultate

Männer (59 Teilnehmer/11 Runden): 1. Zdenek Stybar (TCH) in 1:06:37, 2. Sven Nys (B) auf 0:18, 3. Kevin Pauwels (B) 1:15, 4. Francis Mourey (F) 1:16, 5. Philipp Walsleben (D) 1:18, 6. Klaas Vantornout (B) 1:23, 7. Marco Fontana (ITA) 1:51, 8. Bart Wellens (B) 2:01, 9. Christian Heule (SUI) 2:03, 10. Tom Meeusen (B) 2:03, 11. Gerben De Knegt (NL) 2:03, 12. Jonathan Page (USA) 2:04, 13. John Gadret (F) 2:14. 14. Petr Dlask (CZE) 2:16, 15. Steve Chainel (F) 2:32, 16. Jeremy Powers (USA) 2:35, 17. Bart Aernouts (B) 2:38, 18. Marcel Wildhaber (SUI) 2:39, 19. Mariusz Gil (POL) 2:54, 20. Jose Antonio Hermida (ESP) 2:55, … 24. Niels Albert (B) 4:28, … 42. Gusty Bausch (L) auf 4 Runden

Espoirs (50 Teilnehmer/8 Runden): 1. Lars van der Haar (NL) in 52:01, 2. Mike Teunissen (NL) auf 0:01, 3. Karel Hnik (CZE) 0:01, 4. Matthieu Boulo (F) 0:03, 5. Tijmen Eising (NL) 0:04, … 31. Vincent Dias Dos Santos (L) 4:17, 42. Pit Schlechter (L) auf 1 Runde, DNF Alex Kirsch (L)

Junioren (66 Teilnehmer/7 Runden): 1. Clément Venturini (F) in 44:31, 2. Fabien Doubey (F) auf 0:15, 3. Loïc Doubey (F) 0:15, 4. Jakub Skala (CZE) 0:36, 5. Laurens Sweek (B) 0:37, … 46. Sven Fritsch (L) auf 1 Runde, 52. Jimmy Reinert (L) auf 2 Runden, 57. Tom Schwarmes (L) auf 3 Runden, DNF Ralph Gleis (L)

Damen (46 Teilnehmerinnen/6 Runden): 1. Marianne Vos (NL) in 40:31, 2. Katherine Compton (USA) auf 0:17, 3. Katerina Nash (CZE) 0:20, 4. Hanka Kupfernagel (D) 0:42, 5. Jasmin Acherman (SUI) 1:10, … 21. Christine Majerus (L) 3:52