Dienstag13. Januar 2026

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Sturz vereitelt Landesrekord

Sturz vereitelt Landesrekord

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Für den einzigen Luxemburger bei der Leichtathletik-WM in Moskau ist das Abenteuer beendet. Nach einem guten Start endete das Rennen über 400 m Hürden mit einem Sturz für Jacques Frisch.

Jacques Frisch hatte es per Wildcard zur Weltmeisterschaft in Moskau geschafft. Er hatte einen schweren Stand, ging er doch mit der drittlangsamsten Zeit an den Start. Davon wollte er sich aber nicht beeindrucken lassen, was er dann zu Beginn auch nicht tat.

„Bis zur sechsten Hürde war es das perfekte Rennen“, analysierte Frisch gestern. Der Goldmedaillengewinner der JPEE hatte einen guten Start auf Bahn eins und sah nach der letzten Kurve, dass der Japaner Takayuki Kishimoto noch in Reichweite lag. „Als ich ihn sah und merkte, dass ich immer noch dabei war, habe ich einen kleinen Schock bekommen und meine nächste Hürde vergessen. Da ließ für einen Moment die Konzentration nach und die Hürden verzeihen so etwas nicht. Den Sturz habe ich mir selbst zuzuschreiben“, so Frisch, bei dem die Enttäuschung auch am gestrigen Nachmittag noch zu hören war.

Kein Wunder, bedenkt man, dass er bis zur siebten Hürde deutlich unter seinem Landesrekord von 50,94 Sekunden lag. „Ich war dabei, eine kleine 50er-Zeit zu laufen, also meinen Landesrekord um rund eine halbe Sekunde zu verbessern“, haderte der 25-Jährige etwas mit dem Schicksal.
So eine Weltmeisterschaft ist eben nicht mit einem gewöhnlichen Rennen zu vergleichen. „Wenn man neben all den Weltstars sitzt, merkt man schon, dass der Druck steigt, aber ich habe versucht, mich nicht davon beeinflussen zu lassen, und war am Start jetzt auch nicht sonderlich nervös.“

Jeux de la Francophonie

Nach dem unglücklichen WM-Rennen hat Frisch den Blick aber bereits nach vorne gerichtet. „Ich habe schon mit meinem Trainer gesprochen und wir sind zum Entschluss gekommen, jetzt so schnell wie möglich ein Rennen für mich zu finden, um dieses Erlebnis hinter mir zu lassen. Das muss jetzt schnellstmöglich aus meinem Kopf verschwinden.“

Mit den Jeux de la Francophonie (7. bis 15. September) in Nice steht bereits der nächste Saisonhöhepunkt vor der Tür. „Da will ich wieder angreifen und ich habe trotz des Sturzes gesehen, dass meine Form stimmt.“ Jetzt wird Frisch aber bis Sonntag die Weltmeisterschaft in Moskau noch vor Ort verfolgen. cs