Dienstag13. Januar 2026

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Sparta entzaubert schwache Düdelinger

Sparta entzaubert schwache Düdelinger

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Herren, 1. Finale: Sparta Bartringen - T71 Düdelingen 88:72 (43:24)

BASKETBALL – Die erste Schlacht des Finals um die Meisterkrone ist geschlagen: in seinem Heimspiel deklassierte Sparta Bartringen – genau wie im Pokalendspiel – T71 Düdelingen. Es war eine einseitige Angelegenheit, die bereits zur Pause vorentschieden war.

Vom 1. Finale berichten: Paul Wagner, Marc Schneider, Gabi Besenius (Texte), Jeff Lahr (Fotos)

Eigentlich rechnete man mit einer enggeführten Partie, in der die Tagesform entscheidend sein würde. Es sollte aber anders kommen. Ungefährdet verbuchten die Hausherren den ersten Sieg in der Serie und setzten den T71 gehörig unter Druck. ber dieser hat die Flinte noch nicht ins Korn geworfen: Wohl ist eine Schlacht verloren aber noch nicht der Krieg.

Proppenvoll war das neue „Centre Atert“ für den ersten Schlagabtausch. Angetrieben von ihren Supportern legte die Sparta sehr konzentriert los und binnen drei Minuten hatte man sich bereits mit 9:0 abgesetzt. T71 wirkte anfangs sehr behäbig und auch die sonst so gepriesene Treffsicherheit ließ zu wünschen übrig.Im Überblick 

Herren-Finale:

Spiel 1:
Bartringen – Düdelingen 88:72

Spiel 2: Fr., 4. Juni, 20.15:
Düdelingen – Bartringen

Evt. Entscheidungsspiel:
So., 6. Juni, 20.15:
Düdelingen – Bartringen

Damen-Finale:

Spiel 1:
Esch – Musel Pikes 54:72

Spiel 2: Sa., 5. Juni, 20.00:
Musel Pikes – Esch

Evt. Entscheidungsspiel:
So., 6. Juni, 17.00:
Musel Pikes – Esch 

Wie desolat man im Abschluss agierte unterstreicht die Tatsache, dass man erst nach 7’46» zum zweiten Korberfolg kam. Eine erste Auszeit auf Seiten der Düdelinger brachte nicht die erhoffte Wirkung. Flaute war weiterhin angesagt. Anders die Vorstellung beim Gastgeber. Hier nutzte Julien Hublart kaltschnäuzig seine Chancen und katapultierte sein Team mit 12 Punkten (16:4) in Front. Bei Düdelingen schien irgendwie der Wurm drin zu sein. Die lokale Verteidigung erlaubte keine einfachen Würfe und lediglich durch Freiwürfe arbeiteten die Besucher sich etwas heran.

Zur ersten Viertelpause verfügten die Hausherren weiterhin über ein komfortables Polster von neun Einheiten (23:14). Zu Beginn des zweiten Abschnittes blieb vorerst alles beim Alten. Die Spartaner profitierten weiterhin von der Stärke ihres Amerikaners Phil Grant unter dem Korb; bei Düdelingen lief sowohl von außen als auch im Zug zum Korb nur wenig zusammen. Allerdings hatte sich Grant bereits nach 15′ drei Fehler eingehandelt und fortan waren die Bartringer etwas verunsichert im Rebound. Düdelingen zog keinen Nutzen daraus, sondern geriet jetzt unter die Räder. Hublart gelang weiterhin fast alles und die durch Patrick Arbaut eingeleiteten Fastbreaks wurden regelmäßig erfolgreich abgeschlossen. Zur Pause betrug der Abstand bereits 19 Zähler, was dem bis dahin Gebotenen entsprach.

T71 kam entschlossener aus den Kabinen. Es wurde aggressiver in der Verteidigung gespielt und auch im Angriff ging man zielstrebiger zu Werke. Tom Schumacher und Martin Rajniak trieben ihre Mannschaftskollegen nach vorne. Auch die Treffsicherheit kam langsam zurück. Die Zuversicht und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hatten die Seite scheinbar gewechselt. Die Bartringer gaben das Heft aber nicht aus der Hand. So entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch.

Hublart behielt nach wie vor ein sicheres Händchen und bewahrte seiner Truppe vor dem entscheidenden Viertel einen Vorteil von 12 Punkten (66:54). Die Energieleistung aus dem dritten Durchgang konnte der T71 in den finalen zehn Minuten nicht mehr wiederholen. Mit einem 6:0-Lauf zogen die nun etwas geforderten Spartaner erneut unwiderstehlich davon. Damit war das letzte Aufbäumen der Düdelinger im Keim erstickt. Beide Trainer brachten zum Schluss alle Ergänzungsspieler zum Einsatz.

Sparta hat auf überzeugende Art und Weise eine erste Option auf den nach dem Modus „best of three“ ausgefochtenen Titel genommen. 1:0 führt man im Vergleich und benötigt nur mehr einen Sieg zur Krönung. Die zweite Schlacht wird am kommenden Freitag in Düdelingen geschlagen.

Stimmen zum Spiel

Julien Hublart (Bartringen): „’La clé du match? Notre envie, c’est tout!‘ Die zwei Mannschaften sind auf dem gleichen Niveau, deshalb hatten wir nicht damit gerechnet, dass es so einfach werden würde. Aber wir mussten bis zum Schlusspfiff konzentriert bleiben. Unsere Treffsicherheit war zufriedenstellend. Es war sehr wichtig das Heimspiel zu gewinnen. Jetzt müssen wir ’nur‘ noch ein Spiel gewinnen. Am Freitag müssen wir an die Leistung vom ersten Finale anknüpfen. Aber das wird sicherlich nicht einfach, denn Düdelingen brennt auf Revanche. In der Verteidigung hat der T71 gelitten, in diesem Bereich werden sie sich wohl etwas Neues einfallen lassen. Für uns gilt: ein Schritt ist getan, ‚mais rien n’est fini‘. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen, aber noch ist nichts entschieden.“

Tom Schumacher (Düdelingen): „Es war wie im Pokalfinale: Sparta erwischte einen besseren Start und traf alles. Und genau wie im Pokalendspiel sind wir nicht mit ihrer Verteidigung klargekommen. Es wird natürlich sehr schwer für uns werden. Doch noch ist nichts passiert. Ich bin positiv gestimmt. Vor drei Jahren haben wir gegen Etzella im Halbfinale der Meisterschaft auch auswärts verloren, und danach zwei Mal zuhause gewonnen. Unsere Verteidigung war grausam. In diesem Bereich müssen wir uns unbedingt verbessern. ‚Et kann net sinn, dass mir 88 Punkte geschoss kréien. D’Intensitéit muss méi grouss sinn.’“ 

STATISTIK

o „T“-Bestnote: Julien Hublart (Bartringen)

o Viertel:
23:14, 20:10, 23:30, 22:18

o Bartringen:
Grant 23, Hublart 19, Smith 19, Arbaut 13, Wolzfeld 8, Buzasi 4, Wagner 2, Tripodo 0, Nittler 0, Engel 0, Weiler 0, Gansen 0

o Düdelingen:
Rajniak 22, T. Schumacher 18, Muller 14, Stephens 8, Ruffato 7, Schmit 3, B. Schumacher 0, Steinmetz 0, Bemtgen 0, Kieffer 0, Siebenbour 0, Abreu 0

o Schiedsrichter:
Mouton/Weiwers/Surkijn

o Zuschauer:
1.563 zahlende