Kim Hermes
Da verblassen natürlich vorerst Namen wie Andreas Klöden (D/RadioShack), letztes Jahr Zweiter hinter Schleck, Grégory Rast (CH/RadioShack), der Sieger von 2007, Brice Feillu (F/Vacansoleil), Tour-de-France-Etappensieger 2009 in Arcalis, um nur die zu nennen.
Über 200 Journalisten werden das Rennen aus der Nähe verfolgen, und das nur weil in der vergangenen Woche auf einmal der Name Armstrong bestätigt wurde. Hinzu kommt mit dem Deutschen Patrick Sinkewitz (ISD) ein Fahrer, der vor allem als Doping-Kronzeuge Schlagzeilen gemacht hat.
Insgesamt sind sechs ProTour- und neun Pro-Continental-Teams am Start. Viele Namen wird man im Juli bei der Tour de France wiedersehen, aber für den Publikumserfolg sorgen – Armstrong hin oder her – vor allem die Namen Schleck, Kirchen und in diesem Jahr erstmals Didier.
Frank Schleck (Saxo Bank) geht als Titelverteidiger an den Start. Der 30-Jährige wird sein erstes Rennen seit Liège-Bastogne-Liège bestreiten. Und auch wenDIE ETAPPEN
o Mittwoch, Prolog:
2,6 Kilometer in Luxemburg-Stadt
o Donnerstag, 1. Etappe:
Luxemburg – Hesperingen (179,7 km)
o Freitag, 2. Etappe:
Schifflingen – Differdingen (200,7 km)
o Samstag, 3. Etappe:
Eschweiler – Diekirch (191,5)
o Sonntag, 4. Etappe:
Mersch – Luxemburg (149,5 km) n die Skoda Tour de Luxembourg vor allem im Zeichen der Vorbereitung zur Tour de France steht, ist mit dem Mondorfer zu rechnen. Sein Teamkollege Laurent Didier hat gerade beim Giro eine bärenstarke Leistung gezeigt. Genau das ist aber auch sein Problem, denn wie er die dreiwöchigen Strapazen weggesteckt hat, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen.
Ein Fragezeichen steht auch hinter Kim Kirchen, der seit der Flèche Wallonne, wo er wegen gesundheitlicher Probleme ausstieg, kein Rennen mehr bestreiten konnte. Im Normalfall ein Siegesanwärter, will sich der Katusha-Fahrer nicht zu weit vorwagen und erst mal sehen, wie es im Rennen läuft. „Einen designierten Leader gibt es nicht im Team“, so Kirchen. Potenzielle hingegen gibt es gleich mehrfach. Da wären zum Beispiel – neben Kirchen – die Russen Alexandr Kolobnev (zweifacher Vize-Weltmeister) und Serguei Ivanov (Amstel-Gold-Race-Sieger 2009 und Tour-de-France-Etappensieger). Hinzu kommt der italienische Sprinter Danilo Napolitano, letztes Jahr Etappensieger in Mondorf.
Ähnlich stark aufgestellt scheint das Team Sky mit dem Norweger Kurt Asle Arvesen (Tour-de-France-Etappensieger), dem Spanier Juan Antonio Flecha (u.a. Weltmeister 2004 und ebenfalls Etappensieger bei der Tour), dem Australier Simon Gerrans und dem hochtalentierten Schweden Thomas Löfkvist. Auch das Team RadioShack scheint stark aufgestellt zu sein. Und das nicht nur aufgrund des Zuschauer- und Kritikermagneten Lance Armstrong, der nur äußerst selten Rennen fährt, um sich im Peloton zu verstecken. Der Boss ist gestern Nachmittag in Luxemburg gelandet. „Es ist großartig, hier zu sein. Ich habe das Rennen 1998 gewonnen und auch den Tour-Prolog 2002“, twitterte er gestern in die Welt. Er sei „psyched to race“, so der siebenfache Tour-de-France-Sieger.
Offenes Rennen
Da dürfte er nicht der einzige sein, denn für viele Fahrer, u.a. eben Schleck und Kirchen, ist die Skoda Tour de Luxembourg das erste Rennen seit den Ardennenklassikern. Favoriten sind allerdings einen guten Monat vor der Tour de France schwer abzusehen. Angesichts der starken Konkurrenz dürfte es für Saxo Bank um Titelverteidiger Schleck schwer werden, ein ähnliches Ausscheidungsfahren anzuleiern wie 2009 auf der Königsetappe im Ösling, zumal die Mannschaft nur mit sechs statt mit acht Fahrern antreten wird.
Aber die Rundfahrt im Großherzogtum lässt nur wenige Anstiege aus und bietet Einzelkönnern genügend Gelegenheiten, sich entscheidend in Szene zu setzen. Die Königsetappe steigt zwar nach wie vor am Samstag, aber schon vor den Öslinger Koppen warten Anstiege wie die Wormer Mauer (1. Etappe) und der Col de l’Europe (drei Mal auf der zweiten Etappe). Chancen zu glänzen gibt es genug. Die erste heute Abend beim Prolog in der Hauptstadt.
PROLOG HEUTE ABEND IN LUXEMBURG-STADT: DIE START-REIHENFOLGE
19.00 Cyril Bessy, 19.01 Javier Ramirez, 19.02 Kurt-Asle Arvesen, 19.03 Yauheni Hutarovich, 19.04 Stefan Cohnen, 19.05: Eduard Vorganov, 19.06 Anthony Charteau, 19.07 Thierry Hupond, 19.08 Koen Barbe, 19.09 Miguel Minguez, 19.10 Bartosz Huzarsky, 19.11 Michal Golas, 19.12 Tiago Machado, 19.13 Jimmy Engoulvent, 19.14 Manuel Ortega, 19.15 Kjell Carlström, 19.16 Frédéric Guesdon, 19.17 Tristan Valentin, 19.18 Silvere Ackermann, 19.19 Christian Poos, 19.20 Pavel Brutt, 19.21 Saïd Haddou, 19.22 Yukihiro Doi, 19.23 Steven Caethoven, 19.24 Aitor Hernandez, 19.25 Oscar Gatto, 19.26 Johnny Hoogerland, 19.27 Daryl Impey, 19.28 Cédric Coutouly, 19.29 Antonio Cabello Baena
19.30 Juan Antonio Flecha, 19.31 Sandy Casar, 19.32 Arnaud Labbe, 19.33 Piergiorgio Camussa, 19.34 Robert Retschke, 19.35 Danilo Napolitano, 19.36 Yohann Gene, 19.37 Steve Houanard, 19.38 Bert Scheirlinckx, 19.39 Jonathan Castroviejo, 19.40 Giovanni Visconti, 19.41 Sergey Lagutin, 19.42 Sam Bewley, 19.43 Kasper Klostergaard, 19.44 Rony Martias, 19.45 Juan Javier Estrada, 19.46 Simon Gerrans, 19.47 Gianni Meersman, 19.48 Romain Zingle, 19.46 Sebastian Siedler, 19.50 Hakan Nilsson, 19.51 Alexander Kolobnev, 19.52 Mathieu Sprick, 19.53 Mitchell Docker, 19.54 Kevin Neirynck, 19.55 Ruben Perez, 19.56 Patrick Sinkewitz, 19.57 Brice Feillu, 19.58 Bjorn Selander, 19.59 Alex Rasmussen
20.00 Fabrice Jeandesboz, 20.01 Jorge Montenegro, 20.02 Thomas Löfkvist, 20.03 Yoann Offredo, 20.04 Nico Sijmens, 20.05 Alexander Gufler, 20.06 Morten Knudsen, 20.07 Alexandr Pliuschin, 20.08 Alexandre Pichot, 20.09 Tom Van den Haute, 20.11 Mikel Nieve, 20.12 Ruslan Pidgornyy, 20.13 Martin Mortensen, 20.14 Grégory Rast, 20.15 Dominic Klemme, 20.16 Romain Matheou, 20.17 Manuel Calvente, 20.18 Serge Pauwels, 20.19 Anthony Roux, 20.20 Guillaume Blot, 20.21 Christoph Sokoll, 20.22 Nico Schneider, 20.23 Nikita Eskov, 20.24 Franck Bouyer, 20.25 Alexandre Geniez, 20.26 Bart Docxx, 20.27 Sergio De Lis, 20.28 Carlo Scognaniglio, 20.29 Björn Leukemans
20.30 Ivan Ronny, 20.31 Laurent Didier, 20.32 Cyril Lemoine, 20.33 Antonio Piedra, 20.34 Ian Stannard, 20.35 Arthur Vichot, 20.36 Kevin Ista, 20.37 Clemens Fankhauser, 20.38 Vytautas Kaupas, 20.39 Serguei Ivanov, 20.40 Sébastien Turgot, 20.41 Floris Goesinnen, 20.42 Dirk Bellemakers, 20.43 Gorka Izaguirre, 20.44 Davide Ricci Bitti, 20.45 Matteo Carrara, 20.46 Andreas Klöden, 20.47 Jens Voigt, 20.48 Jimmy Casper, 20.49 Angel Vicioso, 20.50 Ben Swift, 20.51 Jérémy Roy, 20.52 Tony Gallopin, 20.53 Matic Strgar, 20.54 Jempy Drucker, 20.55 Kim Kirchen, 20.56 Freddy Bichot, 20.57 Koen De Kort, 20.58 Sébastien Delfosse, 20.59 Aitor Galdos
21.00 Paolo Longo Borghini, 21.01 Borut Bozic, 21.02 Lance Armstrong, 21.03 Frank Schleck
Verkehrsbehinderungen in der Hauptstadt
Ab heute radeln die Profis wieder fröhlich durch die Stadt. Auch der Amerikaner Lance Armstrong ist dabei. Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Denn die Autofahrer haben mit Behinderungen zu rechnen, wenn in der sowieso schon verkehrsgeplagten Hauptstadt der Fahrradpeloton rollt. Wo mit
welchen Behinderungen und Umleitungen zu rechnen ist, erfahren Sie hier.
LUXEMBURG – Ab 19.00 Uhr geht der Prolog im Minutentakt ab der rue de l’Ancien Athénée los. Ab 18.30 Uhr jedoch sind die Sperrungen eingerichtet, ab 14.00 Uhr darf bereits an der gesamten Strecke nicht mehr geparkt werden.
Die Sperrung betrifft folgende Straßen: bd Roosevelt, place de Bruxelles, pont Adolphe, bd de la Pétrusse, rue de Prague, rue St-Ulric, rue Large, rue Sigefroi, rue de la Boucherie, rue du Marché- aux-Herbes und rue de la Reine. Ankommen werden die Sportler am „Knuedler“.
Umleitungen
Auch die rue Notre-Dame ist ab der Gabelung mit der rue de Chimay gesperrt. Wer im Parkhaus „Knuedler“ sein Auto geparkt hat, wird zur Ausfahrt über den place de Bruxelles umgeleitet. Die Umleitungen sind ausgeschildert. Für den bd de la Pétrusse beispielsweise wird der Verkehr aus dem bd d’Avranches und der avenue de la Gare über den Tunnel St-Esprit umgeleitet.
Die Anwohner der rue Plaetis und der rue Münster können, falls der Peloton es erlaubt, ihr Viertel über die rue Sosthène Weis verlassen. Der Verkehr dagegen muss einen Umweg fahren, um auf dem bd Roosevelt anzukommen. Auch die rue de Rost bleibt komplett gesperrt. Anwohner können sie über die rue du St-Esprit verlassen. Auch die avenue Marie-Thérèse und die route d’Esch sind Teil der Umleitungen.
Beobachtungspunkte
Für die Fans, die das Spektakel gerne beobachten wollen, sind bestimmte Stellen eingerichtet:
bd Roosevelt – rue Philippe II, place de Metz, bd de la Pétrusse – rue Dicks, rue de Prague – Parking, rue St-Ulric – rue Münster (Ascenseur), rue de la Boucherie (Gëlle Klack), rue du Fossé – rue de la Reine (BCEE).
VERKEHRS-INFORMATIONEN:
INTERNET: www.tdl.lu
Zu Demaart
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