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Ski alpinShiffrin alleine auf dem Thron: US-Amerikanerin feiert 87. Weltcup-Sieg und knackt Stenmarks Rekord

Ski alpin / Shiffrin alleine auf dem Thron: US-Amerikanerin feiert 87. Weltcup-Sieg und knackt Stenmarks Rekord
Mikaela Shiffrin hat am Wochenende eine neue Bestmarke gesetzt Foto: Pontus Lundahl/AFP

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Ski-Königin Mikaela Shiffrin überholt mit ihrem 87. Sieg im Weltcup den großen Ingemar Stenmark. Der besondere Tag hält für sie auch eine Überraschung bereit.

Als Mikaela Shiffrin ihm den Rekord entrissen hatte, konnte Ingemar Stenmark erst mal nicht persönlich gratulieren. Er habe, sagte der große Schwede, dessen 86 Siege im Weltcup eine Bestmarke für die Ewigkeit zu sein schienen, „gar keine Telefonnummer von ihr“. Und mal ganz davon abgesehen: Er wisse ja, wie das ist. „Sie wird doch jetzt sehr beschäftigt sein“, sagte der 66 Jahre alte Schwede der Nachrichtenagentur AFP.

Shiffrin war in der Tat ziemlich beschäftigt. Kaum hatte sie am Samstag im schwedischen Are mit ihrem 87. Sieg die neue und längst nicht endgültige Bestmarke aufgestellt, da stürmte ein Mann in einem roten Anorak in den Zielraum und auf sie zu – ihr Bruder Tyler. „Was macht der denn hier?“, habe sie gedacht, berichtete Shiffrin, „ich wusste nicht, dass mein Bruder und meine Schwägerin kommen“. Dies mache diesen Tag noch spezieller als ohnehin schon.

Debüt vor genau zwölf Jahren

Zum neuen Rekord fuhr Shiffrin auf den Tag genau zwölf Jahre nach ihrem Debüt im Weltcup, damals verpasste sie im tschechischen Spindleruv Mlyn den zweiten Durchgang. Ihren ersten Sieg feierte sie als 17-Jährige im Dezember 2012 – in Are. Zwölf Jahre, 246 Rennen im Weltcup, 87 Siege, 136 Podestplatzierungen – „sie ist so beeindruckend, sie ist großartig“, sagte Stenmark, der das Rennen am Samstag vor dem Fernseher verfolgt hatte.

Stenmark traut Shiffrin selbstverständlich zu, auch die Marke von 100 Siegen zu erreichen. Was wohl kein Problem sein dürfte für die Amerikanerin, die an diesem Montag 28 Jahre alt wird. Erst 28 Jahre. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte sie am Samstag, sie verspüre noch immer vor jedem Lauf den „gleichen Nervenkitzel“, ihr Herz fange „immer an, schneller zu schlagen“. Und dieses Gefühl, versicherte sie, „ist stärker denn je – das ist erst der Anfang“.

Die Fahrt zum Rekord war dem Moment angemessen und einer Ski-Königin würdig: Zwei Läufe nahe an der Perfektion auf tückischem Schnee, am Ende lag Shiffrin 0,92 Sekunden vor Wendy Holdener aus der Schweiz und 0,95 Sekunden vor Anna Swenn Larsson aus Schweden. Letztere stürmte sogleich auf die neue Rekordhalterin zu und schrie ihr entgegen, dass das doch alles „insane“ sei, total verrückt. Ja, entfuhr es Shiffrin später, das sei schon „unglaublich“. (SID)