Sonntag11. Januar 2026

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Schottisch für Mourinho

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FUSSBALL - Arsenal siegt und bleibt Tabellenführer, Manchester United verliert am Samstag unverdient bei Stoke, bisher hatte man unter Moyes immer nur verdient verloren. Chelsea gewinnt nach starker Leistung bei Manchester City.

Es heißt, Mourinho habe Pellegrini taktisch überrumpelt. Entscheidend für den Sieg war zudem, dass Chelsea ein Tor erzielte und City keins.

Mourinho sagte nachher, sein Masseur Billy McCulloch hätte die Team-Ansprache in der Kabine gehalten, und gab zu, kein Wort des Schotten verstanden zu haben. Das hätten ohnehin nur Cole, Terry und Cahill gekonnt, doch die hörten gerade ein Klavierkonzert von Chopin auf ihren Kopfhörern. Doch die Hazard, Oscar, Eto, Torres, Ramires und Luiz glaubten, verstanden zu haben, dass in Glasgow Winterschlussverkauf ist und Paul Mc Cartney seine Farm am Mull of Kintyre verkauft hat.

Nicht Schottisch, aber Französisch ist Arbeitssprache bei Newcastle United. Kein Verein versteht es so gut, sich ins eigene Knie zu schießen und seine Fans zu verärgern. Nach dem Verkauf von Cabaye ist man sportlich wieder auf Diät angelangt, gegen Sunderland verlor man das dritte Derby hintereinander. Einziger Lichtblick: Joe Kinnear, technischer Direktor, hört auf. Doch im Gegensatz zu den romantischen Stränden der Nordost-Küste ist das Stadion in Newcastle weiterhin prall gefüllt. Die Kneipen und die Arbeitsämter auch.

Das wird auch im Juni der Fall sein, wenn die Engländer das erste ihrer drei Spiele bei der WM austragen. Schade nur, dass es erst um 11.00 Uhr Lokalzeit England anfängt. Die Behörden weigern sich, die Sperrstunde der Kneipen während der WM auszudehnen, fatal für Mensch und Tier und die Gewerkschaft der U-Bahn-Angestellten. Von Sperrstunde ist auch die Rede bei der WM in Katar, die irgendwann zwischen 2021 und 2023 ausgetragen wird.

Wer aufmuckst, wird eingesperrt, und zwar zu jeder Stunde. Immerhin, auf Betreiben der Herren Blatter und Beckenbauer sollen die Arbeiter auf den Baustellen jetzt täglich ein Glas Wasser mehr erhalten. Das wären dann zwei am Tag.

Ein Künstler geht

Die Premier League ist um eine attraktive Spielerpersönlichkeit ärmer. Tottenham war er vor Jahren zu teuer geworden, Sir Alex Ferguson bei Manchester United beurteilte ihn als zu faul und bei Fulham hatte man keine Verwendung mehr für ihn und er hatte keine Lust mehr, in einem Team der Erfolglosen zu spielen. Berbatov war ein genialer Techniker und behandelte den Ball wie im Schlaf, den er sich ansonsten in jedem Spiel mal gönnte. Er schwitzte nicht gerne, doch wenn ihn seine Spazierwege mal in den gegnerischen Strafraum führten und er nur einen halbwegs brauchbaren Ball erhielt, machte er meist daraus ein Tor.

Bei United erhielt er 60 verwertbare Bälle und erzielte 56 Tore in 149 Einsätzen, bei Tottenham waren es 46 Tore in 101 Spielen, bei Fulham immerhin noch 20 bei 54 Einsätzen. Angesichts einer Laufleistung von etwa einem Kilometer pro Spiel ergibt das eine hervorragende Ausbeute, die man höchstens noch mit dem Kilometerpreis Luxemburger Taxis vergleichen könnte. Berbatov spielt jetzt für Monaco. Dort kann er sich nicht verlaufen, in ganz Monaco gibt es Fernsehkameras. Wie in den englischen Stadien …