Das ist auch nötig, denn im Olympia-Park und im vorgelagerten Westfield-Einkaufszentrum tummeln sich Tag für Tag Menschenmassen.
„Please queue here“ – bitte hier anstellen, ist denn auch eines der am häufigsten vorhandenen Hinweisschilder. Und geduldig kommt der britische Fan dieser Aufforderung nach. Ungeduldige ausländische Fans können gar nicht anders als einfach mitzumachen.
Schlange gestanden wird aber nicht nur, um Einlass zu den Sportstätten oder zu den „Public viewing“-Geländen im Park zu erhalten. Auch das „stille Örtchen“ muss manchmal etwas auf den geneigten Fan warten – zehntausendfach. Essen und trinken sowieso. Aber auch für den Kommerz wird sich angestellt. Bei den Souvenir-Shops natürlich, aber auch die „normalen“ Läden in der Mall werden manchmal des Andrangs nur Herr, indem sie mit Absperrbändern Schlangen bilden.
Staus
Staus bilden sich auch immer wieder so. Wenn zu viele auf einmal den McLaren-F1-Boliden im Boss-Schaufenster fotografieren wollen. Oder den als Dekoration an eine Fassade gehängten Mini. Oder die riesigen Bolt-Visa-Werbungen. Oder die riesigen Werbefotos des britischen Teams um Jessica Ennis, Chris Hoy und Co. Oder … Oder einfach sich selbst, wofür fast immer einer der gut gelaunten Volunteers parat steht, um die Olympia-Fans mit deren Fotoapparat oder Smartphone vor dieser und jener Kulisse abzulichten.
Andere „Stau-Möglichkeit“: Das Athleten-Dorf steht quasi vor der Tür des Geländes, die Sportler tummeln sich natürlich in Park und Mall. Da ergibt sich öfters eine Autogramm- oder Foto-Möglichkeit – Menschentraube inklusive.
Unwahrscheinliches Gewusel
Bei einem Potenzial von mehr als 150.000 Zuschauern, wenn alle Sportstätten gleichzeitig in Betrieb wären, mehr als 10.000 Sportlern plus deren Betreuer-Personal, mehr als 20.000 akkreditierten Medienvertretern sowie allen andern akkreditierten Personen, zusätzlich zum Potenzial des frei zugänglichen Shopping-Paradieses – zum Eintritt in den Park muss man Ticket oder Akkreditierung vorzeigen –, ergibt dies tagaus, tagein ein unwahrscheinliches Gewusel an Menschen unterschiedlichster Herkunft und Schattierungen.
Die alle Folgendes tun: „Eat. Drink. Shop. Play.“ So wollen es jedenfalls die Werbetafeln der Shopping-Mall. Einfach nur auf dem Gelände herumschlendern und sich treiben lassen, die Menschen aller Kontinente beobachten, ist aber auch schon ein Erlebnis für sich. Und beim Schlangestehen hat man auch richtig viel Muße, um dies zu tun!
Zu Demaart
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