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Ruta Meilutyte, 13 Jahre, stahl allen die Show

Ruta Meilutyte, 13 Jahre, stahl allen die Show

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Im Jahr zwei nach dem Wegfall der Hightech-Anzüge zeigten sich die Schwimmer von der Umstellung erholt. Die Zeiten lagen allenthalben unter denen vom Vorjahr, so dass das 13. Euro Meet, das von Freitag bis Sonntag auf Kirchberg geschwommen wurde, als eines der besseren in die Annalen eingehen wird.

Trotz des hohen Niveaus konnten zwei Luxemburger den Weltklasseschwimmern Paroli bieten, Laurent Carnol und Raphaël Stacchiotti trotzten der Konkurrenz mit 2 Goldmedaillen.

Dass die Zeiten unverkennbar unter denen vom Vorjahr lagen, obschon das Teilnehmerfeld in etwa das gleiche war, lag auch an den neuen Startblöcken der Coque.

Insgesamt präsentierte sich das 13. Euro Meet professioneller als seine Vorgänger. Auf der Strecke blieb dabei der familiäre Charakter, der eigentlich den Charme dieses Meetings ausgemacht hatte, was von vielen Seiten bedauert wurde. Nichtsdestotrotz war es eines der spektakulärsten, was mit gefüllten Tribünen honoriert wurde.

Einer der Gründe für den Zuschauerandrang war wieder einmal Alain Bernard, der französische Olympiasieger wohnte zum zweiten Mal in Folge dem Euro Meet bei. Allerdings präsentierte sich das Kraftpaket in deutlich besserer Verfassung als vor Jahresfrist und konnte die drei Kraulrennen gewinnen. Bernard lieferte sich dabei spannende Duelle mit seinem Landsmann Boris Steinmetz und mit den Deibler-Brüdern. Die beiden Deutschen waren aber in ihrer Saisonvorbereitung noch nicht so weit vorangeschritten wie die Franzosen.

Das traf fast auf das gesamte DSV-Team zu. Immerhin lieferte sich Steffen Deibler über 50 m Delfin ein Duell mit Wimpernschlagentscheidung mit Andriy Govorov, zugunsten des Ukrainers, und Markus Deibler gelang über 200 m Lage die Revanche gegen Raphaël Stacchiotti. Intensiv wurde auch das 200-m-Brust-Rennen geführt, wo Hugues Duboscq allerdings nicht die Revanche gegen Laurent Carnol gelang.

Der Franzose konnte aber die beiden kürzeren Strecken gewinnen, derweil Igor Borysik (UKR) diesmal keine Rolle spielte. Auch der Italiener Matteo Milli konnte nicht den Erwartungen entsprechen und musste sich auf dem Rücken Dorian Gandin (FRA) geschlagen geben. Gegenüber den Meldezeiten blieben die meisten Teilnehmer einiges schuldig, was zum frühen Saisonzeitpunkt als normal anzusehen ist. Statt der angekündigten 22 Meet-Rekorde konnte gerade mal die Hälfte eingehalten werden, wobei zwei davon doppelt erzielt wurden. Die Ausbeute war aber immerhin besser als die vier Meet-Rekorde von 2010.

Gleich zwei dieser Meet-Rekorde gingen auf das Konto von Ruta Meilutyte. Trotz ihrer 13 Jahre konnte sie die Konkurrentinnen übertrumpfen und auf der Brust zweimal die Favoritinnen Simon (GER) und Exarchou (GRE) hinter sich lassen. Trotz der großen Namen war die kleine Engländerin der heimliche Star des Euro Meet und ist mit Sicherheit eine, die in Zukunft für Furore sorgen kann. Mit Ruta Meilutyte konnte Luxemburg wieder einmal einen möglichen Olympiasieger von morgen bereits heute erleben.

Zurück zu den Deutschen, die trotz der vielen Medaillen ein bisschen enttäuschten. Eine der Ausnahmen war Silke Lippok, die im Freistil klar die Chefin war und über 200 m auch Coralie Balmy bezwingen konnte. Sogar den Brust-Sprint konnte die 16-Jährige gewinnen, eine Disziplin, in der ihre Landsfrau Jenny Mensing eher verhalten schwamm, während Annika Mehlhorn zu den Enttäuschungen zu zählen ist.

Balmy gefeiert

Trotz der Niederlage über 200 m Kraul zählte Coralie Balmy zu den gefeierten Schwimmerinnen des 13. Euro Meet. Zu Recht, denn auch die Französin freute sich über ihr Ergebnis: „Ich bin mit den drei Einsätzen zufrieden und schneller als beim letzten Euro Meet. Jedenfalls sind wir schon gut drauf für den frühen Saisonzeitpunkt. Und das Meeting hier stellt eine hervorragende Vorbereitung für die kommenden Aufgaben dar. So kann es jedenfalls weitergehen, insbesondere bei den nationalen Meisterschaften, wo ich mich dann für die WM in Schanghai qualifizieren will.“