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Rio de Janeiro liegt im Zeitplan

Rio de Janeiro liegt im Zeitplan
(dpa/Michael Kappeler)

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55 von 56 Projekten werden rechtzeitig für Olympia fertig werden. Brasilien legt sich ins Zeug.

Rio de Janeiro ist die erste Stadt in Südamerika, die die Olypmischen Spiele ausrichtet. In Lateinamerika ist es die zweite, nach Mexika-City 1968. Die Sportstätten für Olympia 2016 befinden sich in vier Zonen innerhalb Rio de Janeiro: Barra da Tijuca, Deodoro, Maracanã und Copacabana.

Der Gastgeber wird bis zum Start der Olympischen Spiele am 5. August 2016 nach Aussage von Bürgermeister Eduardo Paes bereit sein. Nur eines von 56 Projekten könne bis zur Eröffnung nicht komplett realisiert werden.

«Es werden bis auf eine Ausnahme alle Projekte zu hundert Prozent fertig», sagte das Stadtoberhaupt in einem Interview der Zeitung «Die Welt» (Dienstag).

Keine weißen Elephanten

«Die Abwasser in der Guanabara-Bucht wird der zuständige Bundesstaat bis Olympia nicht wie geplant zu 80 Prozent, sondern nur zu 60 Prozent klären können.» Er könne «garantieren, dass die Segelwettbewerbe in der Bucht stattfinden können.»

Die Millionen-Metropole am Südatlantik habe für die Mega-Veranstaltung auf Nachhaltigkeit und Kostenoptimierung gesetzt, versicherte Paes. «Wir bauen keine weißen Elefanten wie bei der Weltmeisterschaft, und alles wird bescheidener sein, als es noch in London war», betonte der 45-Jährige. «Von den rund neun Milliarden Euro Gesamtkosten für die Spiele fließen rund sieben Milliarden in nachhaltige Infrastrukturprojekte.»

Olympia als große Chance

Der gesamte Olympic Park sei «billiger als das Londoner Olympiastadion» von 2012. «Unsere Sportstätten zusammen kosten weniger als das Olympiastadion in Tokio» für 2020, sagte Paes.

Und er gab dem möglichen deutschen Olympia-Bewerber für 2024 einen Rat: «Ich sehe Olympia als große Chance für eine Stadt an, und Hamburg sollte darauf achten, welche Botschaft es in die Welt senden will.»

Sicherheit muss sein

Wie bei der Fußball-WM 2014 werde «viel Security in der Stadt sein», kündigte der Bürgermeister an, «aber Rio hat ein Sicherheitsproblem, und da rede ich auch nicht drumherum. Das betrifft unseren Alltag, und da müssen wir ran.»

Gegen mögliche terroristische Attacken wappnen sich die Olympia-Macher. «Das Militär und der Geheimdienst arbeiten an einem Konzept», erklärte Paes. «Darum müssen wir uns kümmern, schließlich sind amerikanische, deutsche oder französische Sportler in Rio.»