Nicht Weltmeister Button gegen Ex-Weltmeister Hamilton (McLaren), nicht Alonso gegen Massa (Ferrari), und auch nicht Schumacher gegen Rosberg (Mercedes) – Webber gegen Vettel ist derzeit das heißeste interne Duell der Königsklasse.
Der Spitzenreiter aus Down Under düpierte die versammelte Konkurrenz bei den vergangenen Rennen in Barcelona und in Monaco. Platz eins in der WM-Wertung vor dem siebten Saisonlauf ist der Lohn; allerdings liegt Vettel punktgleich mit 78 Zählern mehr als nur auf der Lauer.
Ein 33 Jahre alter Routinier gegen einen 22 Jahre alten Piloten, der erst seine dritte komplette Saison absolviert und für Bernie Ecclestone der kommende Weltmeister ist.
„Bei den letzten Rennen waren wir auf Augenhöhe mit dem besseren Ausgang für Mark“, bilanzierte Vettel die vergangenen Duelle. Zusammen haben Webber/Vettel im bisher klar schnellsten Boliden 2010 die Führung in der Konstrukteurswertung übernommen, die für die Verteilung der Gelder wichtig ist.
Webber konnte dabei einen Sieg mehr einfahren als Vettel. Daher auch die Führung im Klassement. Und das Begehren anderer Teams.
Webbers Vertrag mit Red Bull endet nach dieser Saison. Frühestens in sechs Wochen beim Rennen in Silverstone rechnet der Australier mit einer Entscheidung. Die Konzentration gilt einzig und allein dem kommenden Kräftemessen. „Im Moment denke ich nur über das nächste Rennen in der Türkei nach“, betonte Webber: „Der Rest wird sich ergeben.“
Und die Anderen?
Und was ergibt sich beim Rest? „Wir hoffen auf weitere Fortschritte in der Türkei, nachdem wir schon einige Verbesserungen in Barcelona und Monaco verbuchen konnten“, sagte Mercedes-Star Schumacher. Der 41 Jahre alte Rekordweltmeister war in Monaco allerdings weniger durch seine Verbesserungen als durch ein Überholmanöver unter gelber Flagge aufgefallen und blieb auf seinen 22 WM-Pünktchen sitzen.
Weitaus besser liegt da Fernando Alonso im WM-Rennen. Der zweimalige Weltmeister, Sieger zum Saison-Auftakt, hat nach seiner sensationellen Aufholjagd in Monte Carlo von Rang 24 auf Platz sechs nur drei Punkte Rückstand auf das Red-Bull-Duo. Der Spanier mit seiner „roten Göttin“ wartet nur darauf, lachender Dritter im Duell der beiden Führenden zu werden.
Weltmeister Jenson Button ist derweil nach seinem Monaco-Ausfall und trotz zwei Saisonsiegen WM-Vierter (70).
Zu Demaart
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