Es war die sechste Finalniederlage in Folge des Luxemburgers in einem Challenger.
„Es ist natürlich bitter: Die sechste Finalniederlage in Folge. Aber ich sehe das positiv. Ich hatte einen guten Start ins Jahr 2011“, erklärte Muller gestern dem Tageblatt gegenüber.
Im Finale am Sonntag gegen Nicolas Mahut (Frankreich, 132/Nr. 4) fiel die Entscheidung im ersten Satz im Tiebreak. Der FLT-Spieler erspielte sich ein Mini-Break zum 4:2. „Dann gab es aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung und es stand 4:3 und nicht 5:2. Ich beschäftigte mich dann zu lange mit der Situation und das hat mich rausgebracht. Diese 3 Minuten, der erste Blackout des Jahres, haben mich den Turniersieg gekostet“, so Muller. Der Franzose machte fünf Punkte in Folge und holte sich den Durchgang mit 7:6 (4).
Wieder in den Top 100
Im zweiten Satz ging es dann schnell. Ehe Muller sich gefangen hatte, lag er bereits mit zwei Breaks im Hintertreffen. Bei 1:5 wehrte er Matchbälle von Mahut ab und verkürzte später mit einem Break sogar noch auf 4:5. „Ich habe mir gesagt, bleib dran, vielleicht verkrampft er ja. Die Einstellung hat auf jeden Fall gestimmt.“ Mahut legte dann ein solides Spiel hin und gewann das Match mit 6:4.
Für Nicolas Mahut gab es 4.300 Euro Preisgeld und 80 Weltranglistenpunkte; Muller konnte 2.500 Euro und 48 Punkte verbuchen. Bereits mit dem Erreichen des Viertelfinals war Muller sicher, heute wieder in die Top 100 zu kommen. Dort stand er seit August 2009 nicht mehr.
Sollte aber diese Woche beim nächsten Einsatz, dem Challenger (42.500 Euro) in Bergamo (Italien), kein gutes Resultat herausspringen, könnte es sein, dass er in der folgenden Woche wieder aus den Top 100 herausfällt. Aus dem vergangenen Jahr hat der Schifflinger nämlich 55 Punkte vom Finale … in Bergamo zu verteidigen. „Ziel ist es, im April in den Top 100 zu sein. Momentan fühle ich mich physisch und mental hervorragend.“
Erstrundengegner ist in Bergamo Jerzy Janowicz (159). Den Polen hatte Muller in Courmayeur im Halbfinale in drei Sätzen (4:6, 6:4, 6:1) ausgeschaltet. „Das ist eine harte Nuss für eine erste Runde. Aber auch für ihn“, analysiert die Nummer eins der FLT den kommenden Gegner.
Je nach Resultat in Bergamo könnte Gilles Muller noch die Quali des ATP-Turniers (525.750 Euro) in Marseille am kommenden Wochenende bestreiten. Zweite Option wäre eine Pause. Vor dem Davis Cup Anfang März in Irland steht mit dem Challenger (30.000 Euro+H) in Wolfsburg noch ein weiterer Turniereinsatz bevor.
Zu Demaart
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