Fakt ist, dass sich die mehrmalige Olympia-Teilnehmerin mit der Dominikanischen Republik am vergangenen Spieltag gegen Gym die Karten teilweise unnütz einhandelte. Die gelbe Karte war durch unfaires Verhalten gegenüber dem Gegner durchaus berechtigt. Doch dies kann im Eifer des Gefechts schon vorkommen. Wenn man dann dem Schiedsrichter Applaus spendet, dann muss man die rote Karte in den Bereich große Dummheit einreihen. Denn die beiden Karten ziehen zusammen vier Strafpunkte nach sich. Dies bedeutet ein Spiel Sperre, und zwar am zweiten darauffolgenden Spiel-Wochenende. Valdez ist also am 18./19. März gesperrt, sollte es ein Entscheidungsspiel gegen Gym geben. Verliert allerdings Mamer diesen Samstag in Cents, so verschiebt sich die Sperre automatisch auf den folgenden Spieltag, und das wäre für Mamer das Halbfinale im Pokal, am 23. März in Walferdingen, wieder gegen Gym. Mamer muss also alles dransetzen, mindestens das dritte Spiel im Meisterschaftshalbfinale zu erreichen, um dann mit der kompletten Mannschaft im Pokal angreifen zu können. Aber aufgepasst, dies sind natürlich nur Spekulationen.
Sollte Mamer das Rückspiel gewinnen, ist es durchaus in der Lage, das dann folgende Entscheidungsspiel ohne Vargas zu seinen Gunsten zu entscheiden. Vielleicht sollte der Trainer eher und öfter auf seine Bank zurückzugreifen, um seiner Stammformation unter die Arme zu greifen. Auch wäre es wichtig, wenn die etatmäßige Zuspielerin, Marie Reiterova, zeitig zurückkehren und sich, nach dem krankheitsbedingten Ausfall im Hinspiel, auch in annehmbarer Form präsentieren könnte. Seit Vargas aufgelaufen war (am 12. November 2022), hatte sich der Trainer Ranguel Krivov auf Reiterova im Zuspiel festgelegt. Er hatte sicher seine Gründe und es lief gut, solange sie auflaufen konnte. Allerdings litt das Zusammenspiel der zweiten Zuspielerin Giulia Tarantini mit ihren Angreiferinnen darunter, wie sich nun zeigte. Tarantini ist emotionaler und braucht Zuspruch und Unterstützung von der Bank. Sollte sie also ein weiteres Mal für Reiterova einspringen müssen, ist der Trainer gefordert.
Überraschung bei den Herren möglich
Vargas ist auch mit mittlerweile 41 Jahren zweifelsohne noch immer eine sehr gute Spielerin, wenn sie dann ihre Leistung abrufen kann. Bringt sie in einem Spiel die nötige Motivation aufs Spielfeld, ist sie nicht wegzudenken. Doch nur mit der richtigen Einstellung kann sie ihrer Mannschaft schlussendlich wirklich helfen.
Neben dem Vergleich zwischen Gym und Mamer stehen weitere drei Halbfinals an. Bei den Damen muss Walferdingen nach Petingen reisen. Dieses Rückspiel wird sicher kein Selbstläufer. Schon im Hinspiel musste man in zwei Sätzen bis an die Grenzen gehen, um Petingen niederzuringen.
Auch bei den Herren ist noch in beiden Spielen eine Überraschung durchaus möglich. Genau wie Walferdingen musste auch Strassen zu Hause gegen Diekirch mit Glück und Können zweimal eine Satzniederlage abwenden. In Diekirch, wo kein Team gerne spielt, werden die Karten neu gemischt. Strassen bleibt Favorit, sollte aber auf der Hut sein. Bartringen hatte es in Lorentzweiler sogar noch besser gemacht. Mit etwas Glück hätte man mit 2:0 führen können. Ob Lorentzweiler sich dann noch erholt hätte, steht in den Sternen. Die hoffentlich zahlreichen Zuschauer können sich auf spannende Spiele einstellen.
Im Überblick
Play-offs der Herren
Zweite Halbfinalspiele, am Samstag:
18.30: Diekirch – Strassen (Stand in der Serie 0:1)
Am Sonntag:
18.30: Bartringen – Lorentzweiler (0:1)
Play-down
Am Samstag:
19.30: Echternach – Esch
20.30: Fentingen – Belair
Die Tabelle
1. Echternach (15 Spiele/24:30 Sätze/20 Punkte)
2. Fentingen (15/22:31/17)
3. Belair (15/17:38/10)
4. Esch (15/6:45/0(1ff))
Play-offs der Damen
Zweite Halbfinalspiele, am Samstag:
18.30: Gym – Mamer (1:0)
18.30: Petingen – Walferdingen (0:1)
Play-down
Am Samstag:
17.30: Steinfort – Diekirch
Am Sonntag:
16.30: Bartringen – Echternach
Die Tabelle
1. Bartringen (15/25:28/21)
2. Steinfort (15/25:30/19)
3. Diekirch (15/11:38/8)
4. Echternach (15/0:45/0)
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