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Mögliche Premiere für Düdelingen

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Genau wie im Vorjahr ist der Favoritenkreis in der BDO TT League groß und obwohl Düdelingen vom Papier her die wohl stärkste Mannschaft ist, werden mit Ettelbrück, Union, Echternach und Reckingen wohl vier weitere Teams um den Einzug in die Zwischenrunde kämpfen.

Der neue Spielmodus soll einerseits mehr Spannung bringen, andererseits soll die Dauer der Begegnungen verringert werden. Ausgetragen werden insgesamt pro Begegnung acht Einzel, bei denen Spieler aus dem vorderen Paarkreuz sowie die aus dem hinteren Paarkreuz gegeneinander antreten. Das Doppel wird nur bei Gleichstand gespielt.

Nach der Hin- und Rückrunde qualifizieren sich die vier ersten Mannschaften für die Zwischenrunde, in der die Punkte aus den vorherigen Spielen beibehalten werden und jede der vier Mannschaften noch einmal aufeinandertreffen. Am Ende dieser Runde qualifizieren sich die beiden ersten Teams für das Finale, das nach dem Prinzip „best of three“ gespielt wird. Die anderen vier Mannschaften kämpfen hingegen im Play-down gegen den Abstieg.

Favorit

Der Verein aus Düdelingen, dem es bislang noch nie gelungen ist, den Titel zu holen, wird dieses Jahr, zumindest was die Rangliste angeht, als Favorit in die Meisterschaft starten. Mit Fabien Simon haben die Südstädter einen Spieler geholt, der auf viel Erfahrung zurückgreifen kann. Yang Min, Christian Kill, David Jachec und Fabien Simon bilden somit in dieser Saison ausgeglichenes Team, was eine gute Voraussetzung für die Meisterschaft ist.

Durch den Umstand, dass mit Chen Zhibin und Tommy Danielsson gleich zwei Spieler bei Ettelbrück nicht mehr im Team fungieren, liegt mehr Verantwortung auf den jungen Spielern. In welcher Form sich der verletzte Sven Hansen präsentiert, bleibt abzuwarten. Ein Fragezeichen steht auch hinter der Form von Laurent Kintzelé, der aufgrund seines Studiums das Trainingspensum sehr stark reduziert hat. Mit Jim Cloos wird ein weiterer Nachwuchsspieler vollständig in das Team integriert. Allerdings bekommen die drei Letztgenannten Unterstützung vom früheren rumänischen Spitzenspieler Dragos Olteanu, der bislang bei den Turniereinsätzen in Luxemburg nur von Yang Min besiegt werden konnte.

Der Vizemeister der vergangenen Saison, Union, hatte hingegen keine Abgänge zu beklagen. Mit Alexander Fischer, Arlindo De Sousa, Fabio Santomauro und Hugo Krier werden die Hauptstädter sicherlich wieder alles daransetzen, die Mitfavoriten zu ärgern. Jedoch können sie sich in diesem Jahr nicht mehr hinter der Außenseiterrolle verstecken, sondern müssen ihre guten Leistungen vom vergangenen Jahr bestätigen. Hugo Krier, der aus Studiengründen nicht alle Begegnungen bestreiten wird, wird von Jules Harles ersetzt.

Gute Ausgangsposition

Nachdem Echternach letztes Jahr im Play-down antreten musste, möchten die Abteistädter dieses Jahr wieder vorne mitmischen. „Unser Ziel ist es, nach der ersten Runde unter die ersten vier Mannschaften zu kommen und uns hier bereits eine gute Ausgangslage zu verschaffen, da die Punkte mit in die Zwischenrunde genommen werden. Nach der Zwischenrunde käme dann das Finale, wo das Ziel natürlich der Titel wäre, aber wir schauen Schritt für Schritt weiter“, so Laurent Boden, der gemeinsam mit Traian Ciociu, Mirko Habel und Mike Bast eine gute Vorbereitung genossen hat: „Wir hatten uns bereits im Hinblick auf den ETTU Cup gut vorbereitet. Außerdem hatten wir eine Woche Lehrgang in Frankreich, so dass ich denke, dass wir bereit sind für den Saisonauftakt.“

Gemeinsam mit Echternach mussten Howald und Bascharage im letzten Jahr im Play-down antreten. Howald konnte sich retten und wird wohl auch in diesem Jahr nicht vorne mitmischen. Die Mannschaft muss in dieser Saison auf die Dienste von Marc Dielissen verzichten, der studienbedingt kürzer tritt.

Bascharage kann als „lucky loser“ weiterhin in der BDO TT League verbleiben. Fels/Ernzen ließ sich bekanntlich zurückstufen, den Platz in der obersten Liga übernehmen die eigentlich abgestiegenen Bascharager. Allerdings wird es ein schwieriges Unterfangen für Egle Sadikovic, Peggy Regenwetter, Steve Goetzinger und David Fickinger – außer Jérôme Raison würde sich doch noch zu einem Comeback entscheiden.

Abzuwarten bleibt auch, wie die beiden Aufsteiger aus Oetringen/Waldbredimus und Reckingen sich schlagen werden. Mit Olga Nemes hat der Fusionsverein eine ehemalige internationale Spitzenspielerin verpflichtet. Kevin Kubica, Jeff Houdremont und Ronny Zeimes vervollständigen das Team um Nemes und haben sich sicherlich so einiges in ihrem ersten Jahr in der BDO TT League vorgenommen.

Die Unbekannten

Xue Xin Wang und Olivier Keiling sind bei Reckingen wohl für die jeweiligen Gegner die großen Unbekannten. Auf jeden Fall steht fest, dass beide sehr spielstark sind, sonst würden sie nicht zum engeren Favoritenkreis für die vorderen Plätze zählen. Mit Mike Kraus, Louis Gira und den beiden Neulingen könnte sich Reckingen, ähnlich wie Union im letzten Jahr, zu einem Angstgegner und Geheimfavoriten für einige Teams entwickeln.